26.12.08

Weihnachten. Eine Rekapitulation.

Es ist schön, wenn man mit seinem völligen Desinteresse an Weihnachten nicht alleine da steht. Wenn einfach die ganze Familie keine Lust auf Kerzenschein, Geschenke-Hysterie, alberne Lieder und Besinnlichkeit hat und sich überhaupt keinen Stress macht.
Dann kommt halt mal nur die halbe Familie zusammen, man isst Nudelsalat und die Hauptaction findet nicht beim Baum sondern vorm PC statt, weil die Kleinsten unbedingt mal wieder Sims2 spielen wollen. Und während der Ladezeiten mit ihren neuen Nintendo DS, die schon ein paar Tage vor Weihnachten in Gebrauch genommen worden sind.

Der Baum ist auch nicht mehr das, was er mal war. Das diesjährige Exemplar wurde Bernd getauft, ist krumm und schief, ungleichmäßig belaubt und wenig majestätisch und versprüht so seinen ganz eigenen Charme. Wird wohl das erste Mal sein, wo ich mich nicht auf den Moment freue, wo er wieder aus dem Wohnzimmer verschwindet.

Wie nun die Ausbeute für mich aussah? Hm, bisher noch gar nichts. Das beste Geschenk überhaupt bekomm ich morgen, und der Rest - mal sehen.

Dieses Jahr ist mir endgültig klar geworden, dass Weihnachten überbewertet ist. Ich brauche weder den Geburtstag von Jesus noch Coca-Cola-Weihnachten. Sowieso überkam mich ein leichter Grusel, als ich letzte Woche zwei religiöse Fanatikerinnen in meinem Alter darüber diskutieren hörte, dass Atheisten, Agnostiker und Angehörige anderer Religionen überhaupt kein Weihnachten feiern dürfen sollten und infolgedessen kein Recht auf Geschenke und schon gar nicht auf Ferien hätten.
Ich nehm dann mal die Wintersonnenwende als Anlass, viele Kekse zu essen.

Nun ja. Ich bin dann auch schon wieder weg. Nächste Woche gibt es wahrscheinlich kein Lebenszeichen, da meine gesamte Aufmerksamkeit auf sehr charmante Weise für andere Dinge beansprucht sein wird. Nicht, dass es in irgendeiner Weise außergewöhnlich wäre, dass ich eine ganze Woche nichts von mir hören lasse. oO
Dass ich ausgerechnet das Lichterkettenlicht mit der kaputten Birne fotografiert habe, soll übrigens Kunst sein, und Fanta entfaltet ihr ganzes Aroma erst, wenn man sie kocht. Vergesst Glühwein, Glühfanta ist das neue It-Getränk!

17.12.08

Ich muss mich mal beschweren.

Diese Woche: Alle Klausuren sind geschrieben (Yay, zum ersten Mal kein Französisch in der Woche der Zeugniskonferenz!), ein gutes Drittel der Stunden fällt aus, es geht mehr oder weniger entspannt auf die Ferien zu. Man denkt nichts Böses mehr und dann ... muss natürlich noch mal draufgehauen werden.

Unser Bus wurde gestrichen.

Stellt euch vor, 6 1/2 Jahre lang fährt man jedes Mal nach der 4. Stunde mit einem Bus um 11:27 zur Stadtmitte, um sich von da aus in alle Richtungen zu verteilen. Der Bus fährt also zu einer sinnvollen Zeit und ist jedes Mal gut voll, also kein sichtbarer Grund, irgendwas daran zu verändern. Und dann, nach 6 1/2 Jahren, eine Woche vor Weihnachten - KLATSCH. Diese Linie fährt nur noch zweimal am Tag.
Steht man da also, etwa zwei Dutzend Schüler, die an so was wie eine sinnvolle Weltordnung glauben, es dauert und dauert, eine guckt auf den neuen Fahrplan, 'Leute, dieser Bus existiert nicht mehr!' Nach 40 Minuten Ausharren bei Minusgraden kommt der nächste Bus angetuckert, wunderbar, der Anschluss ist dann natürlich grade weg. Heißt, noch mal 40 Minuten warten oder vielmehr zurück zur Schule fahren und bei jemandem mitgenommen werden, der um 13:00 abgeholt wird.

Man sagt sich, die Linie 22 sei drastisch reduziert worden, weil niemand nach Maintal beziehungsweise von Maintal zurück möchte. Und mit leeren Bussen rumfahren ist ja sinnlos. Aber vielleicht sollte man dabei auch mal bedenken, dass unsere Schule mit etwa 2000 Schülern so im Abseits liegt, dass da überhaupt nur zwei Linien vorbeikommen. (Nachdem vorletztes Jahr schon mal ein extrem wichtiger Bus gestrichen wurde, wohlgemerkt.) Und wenn eine wegfällt, bleibt nur noch die zweite mit den unmöglichen Abfahrtszeiten übrig. Zwei Busse, die immer voll werden, wurden übrig gelassen. Der dritte und vierte (nach einer anderen häufig vorkommenden Unterrichtsschlusszeit), die auch immer voll werden, nicht. Ich versteh's nicht.
Was bleibt uns jetzt? Wir können immer auf den nächsten Bus warten und beten, dass er höchstens utopische 6 Minuten Verspätung hat. Oder wir können in 10 Minuten zu einer der nächsten beiden Haltestellen laufen, wo andere Linien vorbeikommen. Ich will nicht sagen, das sei eine unzumutbare Belastung. Wir sind ja jung und nicht aus Zuckerwatte.
ABER. Wo bitte bleibt die Kundenfreundlichkeit? WER ist es denn, der die ganzen Jahreskarten kaufen MUSS? WER ist jeden Tag auf Busse angewiesen, ohne jede Alternative? WER ist eine der Hauptverdienstquellen?
Und WER muss trotzdem alle paar Monate wieder und wieder auf die Barrikaden gehen um noch vernünftig nach Hause oder überhaupt erst mal in die Schule zu kommen?

Vielen Dank, Rhein-Main-Verkehrsverbund!
Ich wünsche euch ein frohes Weihnachtsfest mit den 'rd. 290.000 €', die ihr jetzt Jahr für Jahr an uns spart!

07.12.08

Die Chronik des Wahnsinns geht weiter

Heute ist der 7. Dezember. Ich habe heute Eis gegessen. Das war nicht meine Idee, ich hätte auch Nein sagen und die verantwortliche Person besorgt anblicken können, aber dann hab ich halt doch im Dezember Eis gegessen. Immerhin nicht das Karamelleis mit Sesamkörnern.

Das war jetzt wohl ein eher wenig gelungener Aufhänger, aber das Eis musste als Anfang herhalten, weil ich beschlossen habe, dass dieser Blogeintrag die Ereignisse umgekehrt chronologisch abhandelt.
Gehen wir ein paar Stunden zurück.
Heute Morgen habe ich mich ein bisschen mit dem Do-it-yourself-Java-Lehrgang beschäftigt, auch bekannt als 'Informatik-Hausaufgaben'. Unser Lehrer findet, er tut seiner Pflicht genüge, indem er eine Aufgabe stellt, den Rest der Stunde bewegungslos vor seinem Bildschirm verharrt und alle verzweifelten Fragen mit "Überleg doch mal selbst!" beantwortet. Also suchen wir uns alle Code-Schnipsel aus dem Internet zusammen.
Jedenfalls habe ich heute Morgen ein Programm geschrieben, das auf einer schwarzen Fläche eine bestimmte Anzahl zufälliger Punkte erscheinen und wieder verschwinden lässt. GANZ ALLEINE. Tschakka! Wäre ich ein Mann, würde ich mir nun vermutlich genüsslich zwischen die Beine greifen.
Ich meine ... das Programm ist in diesem Zustand noch völlig nutzlos, aber da sind viele hübsche aufblinkende PUNKTE!

So.
Nun sind wir auf unserer Zeitreise durch die letzten Wochen am Freitag, den 5.12. angekommen.
Da war an meiner Schule das jährliche Ehemaligentreffen in Verbindung mit einem Volleyballturnier. Natürlich habe ich nicht mitgespielt. Wenn ich mitgespielt hätte, hätten wir von 4 Spielen 5 verloren und nicht bloß 4. Außerdem hasse ich Volleyball. Volleyball besteht aus nichts als unnatürlichen Bewegungen.
Wer nicht Volleyball gespielt hat, musste sich am Aufbau für das Ehemaligentreffen beteiligen. Tische schmücken und so. Ich saß also 3 1/2 Stunden (nach der Schulzeit wohlgemerkt) auf einer hölzernen Tribüne, habe Leuten beim Volleyballspielen zugeguckt, zwischendurch meine Schuhe verliehen und danach Tische dekoriert. 12 Minuten lang. Irgendwie sinnlos. Und letztendlich auch trostlos.


 
Uns wurde gesagt, wir wären toll und der Aufbau wäre noch niiiieeee zuvor so schnell fertig gewesen.
Es bleibt noch hinzuzufügen, dass der 5.12. auch seine guten Seiten hatte. Die eine hat mit Nudelsalat zu tun, und zum anderen habe ich seitdem auch einen ~besonderen Adventskalender~. <3

Und noch ein letztes weltbewegendes Ereignis.
Ich habe jetzt mit dem Führerschein angefangen und das ist toll.
Bisher hatte ich 4 Theoriestunden. Es gibt zwei verschiedene Lehrer. Der eine ist jung und dynamisch und ein bisschen überfordernd und immer montags da. Der, der dienstags da ist, sagt immer: "Ich bin müde, ich hab Hunger, ich hab keine Lust, wir machen heute früher Schluss." Beide sind sehr sympathisch, nur kriegt keiner von ihnen jemals den für die Stunde vorhergesehenen Stoff durch.
Und damit kommen wir zum Punkt. Es gibt da so ein Online-Lern-Angebot, wo man aaaalles wunderbar nachlesen kann. Und da gibt es Themenbögen und Prüfungsbögen, quasi das Schlaraffenland der Ankreuzaufgaben. Ich hab dabei eine tendenziell beunruhigende Entwicklung festgestellt. Das Zeug macht mir Spaß. Mir wurde aus verschiedenen Quellen gesagt, nach spätestens 300 Prüfungsbögen kotzt man, aber ich empfinde richtige FREUDE dabei. Ankreuzaufgaben rocken~!
Ähm. Nun ja. Ansonsten ist darüber noch zu sagen, dass die Leute, die die Lektionen gebastelt haben, manchmal ein bisschen Humor haben.
Exponat 1
Exponat 2
Exponat 3
Exponat 4

Das war es nun mit dem Update aus meinem Leben. Ich lasse euch verstört mit noch 3 neuen Zitaten zurück, sowie mit der mit Abstand intelligentesten Sache, die ich heute gesehen habe.

fail owned pwned pictures

23.11.08

Sonntag #2

Frei nach dem Motto: Ahaus sehen und sterben.
Meine Zahnbürste und ich leben jetzt getrennt.
Ich habe seit langer Zeit wieder Schnee gesehen. Vielleicht fand er mich sympathisch, jedenfalls ist er mir gefolgt.
Und das sind Füße.

12.11.08

Ich bin blinnnnnd!

Ich hatte heute eine Stunde Schule. Das ist ganz angenehm, aber auch irgendwie sinnlos, wenn man dafür 60 Minuten im Bus verbringt (Wartezeiten nicht eingerechnet).

Dafür hab ich dann den halben Nachmittag beim Optiker verbracht und auf meinen Führerschein-Sehtest gewartet. Hab ich wohl bestanden, aber nur mit 80%. Das verstört mich ein bisschen.
Allerdings ist zu sagen, dass die da mit gemeinen Psycho-Tricks arbeiten. Mir wurde einfach verschwiegen, dass das auf der letzten Folie Zahlen sein sollen. Ich war fest davon überzeugt, es wären Buchstaben, und nachdem ich darauf hingewiesen wurde, wäre ich sehr wohl fähig gewesen, die Zeichen auch anders zu interpretieren.
Die wollen bloß, dass man wieder kommt! So wird das sein! Jammer jammer jammer jammer...

10.11.08

Bilanz der letzten Zeit

Ja, ich lebe noch. Und das eigentlich ziemlich viel.
In no particular order:

Ich habe eine Woche mit drei Klausuren und einem Vortrag. Die Hälfte davon ist netterweise bereits abgehakt.
Ich habe einen Ring, der schon so alt aussieht, wie er sein sollte.
Ich habe erfolgreich einen Film geschnitten.
Ich habe heute die halbe Physikstunde gefüllt. Den tieferen Sinn von Gleichungen verstehen ist nützlich.
Ich habe einen sehr erwachsenen Kuscheltier-Ersatz.
Ich habe eine Karte für Grönemeyer in Bochum am 06.06.09. Das wär dann schon das fünfte, und das erste mit wunderbarer Begleitung.
Ich habe ganz vergessen, wie es ist, sich im Mittel- und Unterstufengebäude durch die Flure zu kämpfen. Zustände sind das.
Ich habe mir nur mit Hilfe einer Zeichnung einen Doppelten Achterknoten beigebracht und werde in Sport in diesem Halbjahr nicht weiter gedemütigt werden. Klettern, yay!
Ich habe zwei neue Zitate.

Das sollte jetzt wohl wie Kunst aussehen. Aber vielleicht braucht der Inhalt gar keine großartige Aufmachung.

02.11.08

Sonntag #1

Bahnhöfe sind so ungefähr die emotionalsten Orte auf der Welt.
Und das nicht, um Klischees zu genügen, sondern weil das so passiert.

31.10.08

Wahrheit #527

Wir brauchen an Halloween keine lustigen, verstörenden Kostüme. Wir haben die Deutsche Bahn. Juhu!
Und damit bin ich auch schon wieder weg.

27.10.08

Ich hatte heute Schweineblut an den Händen

Es ist ein bisschen lustig, alle Leute, denen man begegnet, mit Ich hatte heute Schweineblut an den Händen begrüßen zu können.
Die Ursache dieser Angelegenheit ist ganz banal, es wurde nämlich in Bio Blut mikroskopiert. Und am Ende sprach die sympathische Lehrerin: 'Ach ja, wenn ihr mit dem Blut in Berührung gekommen seid und einen Hund habt, dann wascht euch ordentlich die Hände und zieht was anderes an, bevor ihr den anfasst. Es gibt nämlich eine Krankheit, die von Schweinen auf Hunde übertragbar ist, da verrecken die nach ein paar Tagen.'
Cool. Ich habe vermutlich eine tödliche Krankheit an den Händen.

So, wer sich bis hierhin noch nicht angewidert abgewandt hat, der kann noch eine kleine Zusammenfassung des gestrigen Nachmittags lesen.


Dinge, die mir angetan wurden und die ich überlebt habe - Teil 3:
● Ich habe die Erben von Bob&Bob getroffen. Sie waren immerhin nicht ganz so flüssig.
● Sie haben versucht, mich zu malen, und haben sich dabei, euphemistisch ausgedrückt, keine Mühe gegeben.
● Man hat einmal mehr meine Frisur und mein Gesicht beleidigt.
● Beim Kuchenessen war ich zwischen den Kindern eingezwängt und sie haben meine Hände festgehalten.
● Die anwesenden Erwachsenen sagten Dinge wie: 'Die sind doch noch so klein und unschuldig!'
● Sie wollten Sims2 spielen, weil sie es lustig fanden, dass Sims auf die Toilette gehen, ohne die Hose herunterzulassen. Also haben wir den ganzen Nachmittag Sims2 gespielt. Sie haben dauernd verlangt, dass das Ehepaar sich küsst, und dann haben sie geschrieen: 'IIIIIIHHHH, DIE KÜSSEN SICH!' Meine Ohren befinden sich noch in der Reha.

Aber dann sind sie doch irgendwie süß. Die Kleinere hat mich zum Abschied umarmt. Kinder...


Ansonsten gibt es noch ein paar neue mehr oder weniger flache Zitate.

25.10.08

Moderne Technik

Ich habe ein neues Handy. Ich habe es zwar nie erwähnenswert gefunden, dass mein altes einen grausamen, schmerzhaften Tod gestorben und nie von der Reperatur zurückgekehrt ist ... aber ich finde es erwähnenswert, dass ich jetzt ein Handy habe, das meine Handschrift lesen kann.


 
Hihi. Grün.

Ich habe übrigens das Kunst-Referat fertig. Damit wäre meine gesamte Liste von Dingen, die in den Ferien zu tun waren, abgehakt. Eine Woche nach den Ferien. Aber immerhin. :D

Und morgen ist mal wieder ein Familienfest. Meine kleinen Cousinen haben sich sicher schon ein paar neue lustige Überraschungen für mich ausgedacht. (-> Episode 1. Episode 2.) Ich melde mich dann, wenn ich zu gegebener Zeit noch in einem Stück bin.

19.10.08

Ich weiß, was du zwischen 01:40 und 02:20 getan hast

80 Millionen Menschen in Deutschland können keine Melodie gähnen!

Sven hingegen kann das, und außerdem kann er noch im Halbschlaf recht gut singen. Besondere Talente stecken in jedem von uns! Und ich glaube, es braucht nicht mal in jedem Fall die vermutlich in Fenchelhonig enthaltenen halluzinogenen Stoffe, um sie zu finden.
So viel zu einem leicht verstörenden Erlebnis, auf dessen Details ich jetzt doch nicht näher eingehen werde.

Es ist mal wieder Zeit, ein bisschen zu jammern. Meine Ferien sind jetzt vorbei und ich bin nicht damit einverstanden.
Ich habe alles, was auf der To-Do-Liste stand, mit mehr oder weniger Herzblut bearbeitet. Bis auf das Kunst-Referat. Davon habe ich bisher nur Notizen. Ich ertappe mich dabei, wie ich es nicht ernst nehme. Kann das jemand nachvollziehen?
Nun denn. Die neue Woche beginnt mit Doppelstunde Physik. Wähhhhhh.

17.10.08

Gelesen | Pixel People

Ich weiß schon ziemlich lange, falls ich durch irgendeinen witzigen Zufall doch mal berühmt werden sollte, und gesetzt den Fall, meine Werke wären in irgendeiner Form lehrreich, dann möchte ich nicht, dass sie nach meinem Tod (und erst recht nicht vor meinem Tod) im Deutschunterricht auseinandergenommen werden.
Für Englisch hatten wir also dieses Buch zu lesen, About A Boy von Nick Hornby. Es ist ein gutes Buch, und die jüngsten Vorkommnisse haben meine Meinung darüber nicht geändert. Aber wenn man insgesamt 16 Stunden damit verbringt,
● jedes der 36 Kapitel noch mal zu überfliegen,
● jedes der 36 Kapitel zusammenzufassen,
● jedes der 36 Kapitel intelligent zu kommentieren, obwohl der einzige Kommentar, den man dazu hätte 'Interessant, und wie geht es weiter?' ist,
● und zu jedem der 36 Kapitel eine Hand voll Vokabeln rauszusuchen, die irgendwie neu und wichtig sein könnten,
dann, ja dann kommt man ein wenig auf den Trip, sich am liebsten aufs Dach stellen, den Kopf in den Nacken werfen und etwas Bedeutungsvolles über die allgegenwärtige Vergewaltigung von Literatur sowie Kunst im Allgemeinen schreien zu wollen.
Okay, ich seh jetzt auch, ich dramatisiere wirklich. Aber immerhin ist das jetzt von der Seele geschrieben und man muss nie wieder darüber reden.

Was gibt es sonst Neues?
Für alle Sims2-Spieler: Ich hab mich da mal aufgerafft, was hochzuladen, das ich vor Monaten gebastelt hatte. Gegebenenfalls auf das Bild klicken, um zum Fundort zu gelangen. Alle anderen Leute können mich für meine Fähigkeit, animierte GIFs zu basteln, bewundern, wenn sie grade Lust haben.
Nett, was ich so alles auf die Beine stellen kann, während ich eigentlich was schreiben sollte. Es sind jetzt beunruhigende 12 Wochen seit den letzten Zeilen. Nicht, dass ich keine Ideen hätte, und manchmal wäre da sogar Zeit, aber die Faulheit ist überwältigend.

14.10.08

Vom Reparieren, Aufräumen und Sortieren

Moah ich bin so gut. Meine Grafikkarte lebt wieder! Ich habe es zwar nie erwähnenswert gefunden, dass irgendwas damit nicht Ordnung war ... aber ich finde es erwähnenswert, dass ich es GANZ ALLEINE wieder hingekriegt habe. Und jetzt kann ich wieder brillante Texturen bewundern und bekomme bei 1024x768 Auflösung keine beängstigenden pixeligen Überlastungserscheinungen zu sehen! Yay! Nicht dass ich oft genug spielen würde, um wirklich ernsthaft Freude daran zu haben.
Warum Treiber nach einiger Zeit einfach ihre Funktion einstellen und sich klammheimlich spurenlos davonstehlen, erschließt sich mir allerdings immer noch nicht. Beim CD-Laufwerk war es vor etwas mehr als einem Jahr dasselbe. Von einem Tag auf dem anderen der Treiber weg. Gibt es hier vielleicht jemanden, der das erklären kann? Irgendwer? Hallo, wir brauchen einen Arzt Computer-Versteher!

Ansonsten ... habe ich immer noch Zeug für die Schule zu tun (siehe To-Do-Liste weiter unten) und angesichts der nur noch 6 verbliebenen Tage Ferien sieht das langsam bedrohlich aus.
Und was mache ich, anstatt das von meinem Gewissen zu schaufeln? - Ich räume mein Zimmer auf. Gah.
Nicht, dass es das nötig hätte. Da steht so wenig drin, dass nichts unaufgeräumt sein kann. Vor allem wurde also mein Kleiderschrank von überflüssigem Ballast befreit. Das belief sich auf, ähm, ungefähr die Hälfte. Wie dieses Bild hier andeuten soll.


 
Und jetzt ist alles ordentlich! Und sortiert! SORTIERT, aaahhhh! Leute können in meinem Schrank wühlen, ohne dass ich mich schämen muss! [Was nicht heißt, dass das jeder tun soll. ]

Heute ist übrigens Dienstag. Heute vor einer Woche genau um diese Zeit war ich in einem Zug. Und dann ... weiter.

09.10.08

Irgendwann dienstags


 
Wenn das Leben ein Bonuspunkteprogramm hat...

Und außerdem hab ich grade ein völlig verklärtes positives Bild von der Deutschen Bahn.

03.10.08

MO-TI-VA-TION!

Ja ja. Wurde wirklich mal wieder Zeit für einen Eintrag. Auch wenn ich eigentlich gut zu tun hätte. Stattdessen blogge ich jetzt über das, was ich zu tun habe.
Die folgenden zwei Wochen haben die Bezeichnung 'Ferien' nicht verdient. Das ist Beschönigung der Tatsachen. Irreführung. Ich werde hier mal meine To-Do-Liste aufführen. Nicht nur, um die Lächerlichkeit des Begriffs 'Ferien' aufzuzeigen, sondern auch um mich durch ständiges Vor-Augen-Halten der Liste zu MO-TI-VIE-REN.

[x] Mittelgroßer Arbeitsauftrag Religion
[x] Riesiger Arbeitsauftrag Geschichte
[x] Wahrhaft menschenunwürdig gigantischer Arbeitsauftrag Politik&Wirtschaft
[x] Buch lesen in Englisch, Protokoll darüber führen
[x] Buch lesen in Deutsch, Tabelle darüber ausfüllen
[x] Ziemlich viel Informatik, ohne Zugriff auf Leute, die das können
[x] Für Chemie-Klausur lernen
[x] Kleine aber ätzende Biologie-Hausaufgabe
[x] KUNST-REFERAT. Kein Witz. Am Ende der Liste, weil ich es immer verdränge.

Nein. Die Liste ist doch nicht motivierend, wie ich gerade feststelle. Auch nachdem ich angekreuzt habe, was ich tatsächlich schon getan habe, wird es nicht viel besser.
Es war sehr schön, die Kreuzchen zu setzen und jedes weitere Kreuzchen wird schöner und schöner sein, aber der Weg zum letzten Kreuzchen ist lang und steinig.

Nun gut. Wenn das nicht hilft, bleibt immer noch der gute, alte, ultimative Motivationsausruf: TSCHAKKA! Du schaffst das!
Hm. Wir werden sehen. Ich geh dann jetzt erst mal nichts tun.

EDIT 04-10-08 | 16:26 Politik&Wirtschaft geschafft. Es war wahrlich nicht schön.
EDIT 06-10-08 | 16:16 Informatik geschafft, halbherzig zumindest. Ich kann ein bisschen programmieren. :D
EDIT 10-10-08 | 11:10 Deutsch geschafft. In ca. 8 Stunden unter Kopfschmerzen durch dieses eigentlich ganz wunderbare Buch gequält.
EDIT 17-10-08 | 14:18 Englisch geschafft. Befürchtungen übertroffen. Oh well.
EDIT 19-10-08 | 16:33 Ich behaupte jetzt mal von mir, ich hätte für die Chemie-Klausur gelernt. Das ist nicht gelogen, das ist nur geschönt.
EDIT 25-10-08 | 17:08 Kunst-Referat ist fertig. Damit ist alles fertig. Gah. Ich weiß inzwischen, dass ich etwa die Hälfte davon umsonst gemacht habe. -.-'

22.09.08

Herbstanfangsblogeintrag mit ohne Inhalt

Englischlehrerin: "Come on, guys! And ladies! And everyone else! ... Oh. Ups. Das war aus Versehen. Echt. oO ... Ihr sammelt doch keine Sprüche, oder?"



Warum so lange nichts Neues von mir? Weil es nichts Neues gibt. Kopf läuft geschätzte 26 1/2 Stunden pro Tag auf 100%, und zwar werden da die verschiedensten Dinge prozessiert. Zum Beispiel Geradlinig beschleunigte Bewegungen und die Neue Subjektivität des lyrischen Ich. Aber das sind nur ein paar Beispiele.

12.09.08

Präsentationstrainings sind Kreaturen der Hölle

Hallo zusammen.
Der Grund, warum ihr möglicherweise fast alle gedacht habt, ich sei tot, waren die Präsentations-/Methodentrainings-Tage in der Schule von Montag bis Mittwoch. Sie bestanden hauptsächlich darin, von 8 bis 16 Uhr in einem Stuhlkreis zu sitzen und von einer Lehrerin mit heuschreckenartigem Aussehen auf beängstigende Weise angegrinst zu werden.
Natürlich haben wir auch ein paar denkintensivere Dinge gemacht. Hier ein Auszug aus meinem ersten gelungenen Vortrag:

Guten Tag, meine Damen und Herren.
Heute werde ich Ihnen erklären, wie man fachgerecht eine Zitrone auspresst. Die genaue Kenntnis dieses Vorgangs ist sehr wichtig, denn Zitronensaft wird für die verschiedensten Speisen benötigt.
Zuerst sollten sie alle Utensilien zurechtlegen: Ein scharfes Messer, eine Saftpresse und natürlich eine möglichst reife Zitrone. Nun greifen Sie die Zitrone mit der linken Hand, halten sie gut fest und schneiden sie mit dem Messer quer in der Mitte durch. [...]


Geee-nau.
Und wenn ihr dann diese kräftezehrenden 3x8=24 Stunden auf irgendeine Weise, mit oder auch ohne Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz hinter euch gebracht habt, und ihr wisst, dass sie euren Willen gebrochen haben und euch jederzeit für 'n Appel und n' Ei eure Seele abschwatzen könnten, und euch das völlig Banane ist, dann, ja dann kommen noch der Donnerstag und der Freitag. Und zwar mit solchen Späßchen wie Doppelstunde Französisch oder auch Geschichte.
Geschichte - 'Hallo Kinder! Heute lefen wir aufnahmfweife keinen Tekft von Fifero. Und iff möffte euff heute auch nifft nur mit meinem Fprachfehler in den Wahnfinn treiben - nein! Iff weif, daff ihr diefe Woche Präfentationftraining hattet und jetft mit diefem Feug ja fo waf von in Ruhe gelaffen werden möfftet. Alfo machen wir heute ein paar kleine Präfentationen!'

GRAAAAHHHH!
Aber immer ffön, äh, schön dran denken: Gestikulieren über Schulterhöhe lässt den Redner inkompetent wirken!

01.09.08

Verfolgungswahn

Was kann es Schlimmeres geben, als einen Montag, der mit Physik beginnt?
Das ist nicht möglich? Doch, ist es. Es ist ein Montag, der zwei Stunden vor Physik folgendermaßen beginnt:

Mit der neuen Erkenntnis, dass sieben Stunden Schlaf aus irgendwelchen irrationalen, nicht nachvollziehbaren Gründen noch viel weniger als sechs Stunden bringen, schleppt sich die kleine frizel an den Frühstückstisch, um sich unmotiviert wenigstens ein Toastbrot in den Kopf zu stecken. Wie immer läuft nebenbei das Radio, aufgrund der Musikauswahl leicht aggressiv machend. FFH eben. Ganz normal eigentlich.
Und dann...
Geisteskrank kichernde Radiomoderatorin: 'Die Karin X. aus Y. hat uns auf so ein Lied aufmerksam gemacht, das kursiert schon länger im Internet und vielleicht habt ihr es auch schon auf unserer Website gesehen...'
Das Toastbrot bleibt frizel im Hals stecken.
Nein.
Bitte.
Das darf nicht sein.
Nicht bei uns im Radio.
Panik. Verzweiflung. Ewige Finsternis mit pinkfarbenem Blumenmuster.
JEDE ZELLE MEINES KÖRPERS IST GLÜCKLICH, JEDE KÖRPERZELLE FÜHLT SICH WOHL...
Wie konnte ich nur denken, das sei bloß eine kurze Erscheinung, etwas, worüber man beunruhigt sein, dann lachen und es dann vergessen könnte? Zum ersten Mal über den Weg gelaufen ist es mir in Keks' kernanalytischem Artikel vom 08. Juli, und dann hatte ich es zwischenzeitlich verdrängt und jetzt...
JEDE ZELLE AN JEDER STELLE...
Es verfolgt mich!
Es wird uns alle verfolgen!
Es wird auf MTV und VIVA gespielt werden! Und dann in die Charts kommen!
JEDE ZELLE IST VOLL GUT DRAUF...
Als ich denke, es wäre vorbei, meint die geisteskrank kichernde Radiomoderatorin: 'Es gibt jetzt schon eine Cover-Version davon: Die vom FFH-Grönemeyer!
Ja, der FFH-Grönemeyer ist eine ganz gute Parodie.
Ja, ich habe vor dem Radio gestanden und mich totgelacht.
Ja, Humor ist vermutlich der richtige Weg, mit dem Körperzellen-Song umzugehen.
Aber BITTE tut so was nie wieder. Gott, meine Nerven... [Anhören kann man sich das übrigens Hier. Muss man aber nicht.]


Was hat ein Tag noch zu bieten, der so anfängt?
Nun ja, man kann ein bisschen mehr die Abgründe des deutschen Schulsystems bewundern. Biologie, vierte Stunde, die halbe Klasse steckt sich Geodreicke und Parabelschablonen in den Mund, um ein paar Mundschleimhautzellen fürs Mikroskopieren zu gewinnen. Andere Kurse bekommen für so was hygienische Spatel oder Wattestäbchen...
Moment. Da war es schon wieder. Mundschleimhautzellen. Zellen. ZELLEN. Nnnnnnnneeiin!

Einträge mit Sinn und Verstand gibt es dann demnächst wieder...

27.08.08

Invasion der Killerkinder

Die Überschrift sieht jetzt sehr plakativ bis ein wenig billig aus, aber sie beschreibt genau meine Empfindungen in jenem Moment.

Nach extrem anstrengenden drei Stunden Schule saß ich im Bus, fest in dem Glauben, meinen Anteil an verstörenden Erlebnissen für diesen Tag abgearbeitet zu haben, und gehirnaktivitätstechnisch nur noch mit dem Ärgernis eines weiteren unwiderruflich vernichteten Paars Kopfhörer beschäftigt, da erschien völlig aus heiterem Himmel der Super-GAU.
Ein GAU ist ein Größter Anzunehmender Unfall und kann nach landläufiger Meinung von daher nicht mehr gesteigert werden, aber ich weiß jetzt, dass es geht. Gut, das war mir eigentlich auch schon von zahlreichen anderen Gelegenheiten aus bewusst, aber das Schicksal war der Meinung, diese Erkenntnis noch einmal ordentlich eingravieren zu müssen.

Der Super-GAU waren 20 Kinder zwischen drei und fünf Jahren, die mit nur zwei Betreuern völlig unerwartet an einer normalerweise völlig harmlosen Haltestelle einfach so in den Bus eingestiegen sind.
Sie waren klein und gruselig und hatten kleine, klebrige Händchen und niedliche, klebrige Gesichtchen und haben geschrieen und geweint und sind nur 10 Zentimeter an mir vorbeigelaufen und haben mich dabei angeatmet. Vielleicht ist es eine völlig irrationale Angststörung, aber ich halte es für ziemlich gefährlich, in die Nähe von so vielen kleinen Kindern zu kommen ... und zwar zweimal. Die sind nämlich eine Haltestelle vor mir wieder ausgestiegen.
Angst. Panik. Extreme Stresssituation. Auf ungesunde Weise erhöhte Atemfrequenz. Ist das eigentlich normal? Wie reagiert ihr, wenn ihr mit 20 kleinen Kindern in einem kleinen öffentlichen Verkehrsmittel eingeschlossen seid und nicht rauskönnt und die drei hinter euch euch jederzeit auf den Kopf sabbern könnten?

Uuund wir haben noch ein neues Zitat.

24.08.08

Spaß mit Windows

Diese Überschrift sieht verwirrend und unlogisch aus, gell? Das ist Absicht.
Wusstet ihr schon, dass Computer keine leblosen Objekte sind? Es ist nämlich so, dass in Windows XP so eine Art Mensch mit einer richtigen Persönlichkeit wohnt. Er heißt Microsoft Sam und man kann sich eigentlich ganz gut mit ihm unterhalten.
In einem Sechs-Augen-Gespräch zu später Stunde hat er Sven und mir sein Herz ausgeschüttet.
● Microsoft Sam spricht neben passablem Englisch auch ein bisschen Deutsch, aber gar kein Französisch.
● Microsoft Sam ist ein Verräter. Folgende Sätze gehören zu den wenigen, die er extrem deutlich und mit richtiger Betonung spricht: 'Hi, I'm Bill Gates. Microsoft sucks. Apple rules.'
● Microsoft Sam ist gegen Atomkraft, Windows Vista, niveauvollen Humor und Monogamie. Er liebt Angie, Edmund Stoiber und eine Frau namens Microsoft Edward.
● Microsoft Sam fürchtet Microsoft Narrator, ein in Windows Vista verbautes Nachfolgemodell. Er glaubt, nicht mehr gebraucht zu werden, und wird deswegen depressiv und nimmt Drogen.
● Microsoft Sam möchte alle Menschen auf der Welt töten. Er nimmt auch Aufträge an.
So viel dazu. Wenn ihr euch auch mal mit Microsoft Sam unterhalten möchtet, findet ihr ihn unter Systemsteuerung -> Sounds, Sprachein-/ausgabe und Audiogeräte -> Sprachein-/ausgabe. Aber Achtung, er spricht von sich aus nicht viel. Man muss ihm die meisten Sätze in den Mund legen.

Und nun zu einem verstörenderen Thema. ... Äh, ja wirklich. Das geht.
Einer meiner Sims hat gestern einen Fall spontaner Selbstentzündung erlebt. Spaziert nach draußen, umrundet einmal das Haus, spielt mit dem Hund und geht plötzlich in Flammen auf. Fernab aller brennenden Herde, Kamine und Lagerfeuer sowie ohne Einwirkung eines Blitzschlags.
Einfach so. ZZZZSSHHHH. Ich wünschte, ich hätte mein Gesicht sehen können. Das ist dann der Punkt, wo man sich denkt, dass die letzte Sicherungskopie der Nachbarschaft auch schon wieder etwas zu lange her war...

21.08.08

Zähne. Und Drogen.

Ah ja. Ich hab heute erfahren, dass ich im Januar meine Weisheitszähne raus kriege. HRRRRGH. Weisheitszähne! Was ist die Existenzberechtigung von Weisheitszähnen? Es heißt doch immer, alles, was die Evolution hervorbringt, hätte einen Sinn. Aber ... Weisheitszähne? oO
Immerhin werde ich unter Drogen gesetzt (Der Fachmann bezeichnet es auch als Dämmerschlaf.), wenn die in meinem Mund rumschnippeln. Ich bestehe darauf. Ich kann so was überhaupt nicht haben und bin außerdem weitgehend resistent gegen lokale Betäubung. Ganz miese Kombination.
Blöderweise bezahlt die Krankenkasse die Drogen nicht, was wahrscheinlich daran liegt, dass 88% der Patienten die nicht brauchen. Und gesalzene Preise haben die. Beim Dealer seines Vertrauens kriegt man fürs gleiche Geld sicher die doppelte Wirkung.
Ähem.

Weitere Neuigkeiten von mittlerem Unterhaltungswert:
● Verletzungen: 1 [5 cm langer Kratzer, 4. Verletzung nach 3 Schulwochen]
● Völlig kaputte Socken: 1 [AAAAH! Jetzt hab ich eine ungerade Anzahl von Socken!
]
● Beweise, dass Kohle doof zum Zeichnen ist: 1 [Klick. Irgendwie ist auf der Linse von meiner Handykamera ein kleiner, schwarzer Fleck. oO]
● Neue Zitate: 3 [Unter anderem aus einer neuen Runde Religions-Unterricht mit Herr B.]

Ich geh dann mal tot rumliegen. Kommt jemand mit?

20.08.08

Stopp, ich geh noch drüber!

Heute ist der 20.08.2008. ZOMG. Haltet euch das mal vor Augen. Und dann kommen noch der 20.09.2009, der 20.10.2010, der 20.11.2011 und der 20.12.2012. Einmalig diese Sache, die Generation nach uns wird solche fasznierenden Daten nicht erleben.
Wie schön, wenn man sich über kleine Dinge freuen kann, gell?

Der 20.08.2008 hat auch eine hübsche, neue Erkenntnis gebracht: In der Schule lernt man fürs Leben! Tschakaaa! Das hättet ihr nicht gedacht!
Es äußert sich dadurch, dass man dort richtig gut Karten Spielen lernt. Wer an drei Tagen pro Woche die erste Stunde frei hat und aufgrund der Busverbindungen gezwungen ist, trotzdem schon da zu sein, entwickelt Methoden, die Zeit sinnvoll zu nutzen. Und Karten spielen ist garantiert sinnvoll, denn man wird in seinem Leben viel öfter Karten spielen als Stroboskopaufnahmen zeichnen.
Unser aller Lieblingsspiel nennt sich Arschloch. Es ist toll und macht süchtig und ist viel besser als Mau-Mau. Heute hatte ich einmal eine Hand nur aus Köpfen und Assen. Gewinne inzwischen aber auch schon mit viel schlechteren. Hihi, fresst meine drei Achter...
...
Randnotiz: Und offensichtlich noch eine Sache für die 'Aaah! Es ist in meinem Kopf!'-Sammlung.

19.08.08

Stichpunktartiger Eintrag #527

● 6 Stunden Schlaf ist definitiv zu wenig. Was soll's.
● Im Biologie-Raum riecht es nach Verwesung. Zitat Lehrerin: Schaut mal nach, ob noch irgendwo ein toter Fünftklässler unter der Bank klebt. Ich persönlich vermute ja eher ein Toastbrot zwischen den Schränken.
● Französischlehrerinnen, die in der Stunde des angekündigten Tests vorher noch mal ganz ausführlich den Gebrauch des Subjonctifs wiederholen, sind gruselig.
● Wo hab ich eigentlich die Zahl 527 her? Sie ist in meinem Kopf...

17.08.08

Wetter | Gegenstände, die mich hassen [1]

WRRRRRRRR, sprach mein Computer gestern Morgen, um mich auf hinterhältige Weise zu Tode zu erschrecken. Hat er nicht ganz geschafft, aber schön war es nicht.
Ich bin mit diesem Phänomen schon mehr als vertraut, auch wenn noch niemand eine rationale Erklärung dafür gefunden hat. Es ist nämlich so, dass es eine ganz bestimmte, genau definierte Bedeutung hat, wenn mein Computer WRRRRRRRR sagt, und zwar: Es ist verdammt noch mal schweinekalt! Und das war es, was mich ein bisschen irritiert hat.
Ich also aufgestanden, Fenster auf, rausgelehnt, Erkenntnis gewonnen. Es ist wirklich kalt. Mitte August, und der Sommer ist vorbei. Bin ich dagegen. Wäääähhhh.

Nun zum Thema 'Gegenstände, die mich hassen'. Exponat 1: Dieses tote Handyladegerät. Das so eine tragische Geschichte, dass ich nicht mal wütend sein kann, weil ich mich unheimlich schuldig fühle. Schau dir das an, wir haben das arme Ding in den Selbstmord getrieben...

Und so endet die heutige Ausgabe der Tagesschau ohne gute Nachrichten, also so, wie es sich für eine Nachrichtensendung gehört. Aber belastet mich das? Nein. Was wär das denn, wenn mich grade irgendwas belasten könnte.

16.08.08

Falsche Tageszeit für Überschriften

Dieser Eintrag existiert aufgrund von Erpressung eines freundlichen Hinweises dnhi ls dtztu ... weil.

Zusammenfassung der letzten Woche
● Viel telefoniert
● Immer noch kein Chemiebuch
● Kaputte Hulahoop-Reifen und Tribünen sind böse (Bluuut)
● Viel Französisch
● Fast von einem Lehrer mit einem Schirm ermorderter Mitschüler

Hihi, ich habe einen Blogeintrag zu einer ungesunden Zeit geschrieben. *auf liste abhak*

12.08.08

ICH HABE GEZÜNDELT.


Das sind Blätter aus dem Musikunterricht.

Ich habe heute auf der Suche nach einem Schnellhefter festgestellt, dass ich nie wieder das Fach Musik haben werde und daher sämtliche Unterlagen aus diesem Fach vernichten kann. Die meisten hab ich ganz ordentlich in den Müll geworfen, aber ich hatte irgendwie plötzlich Lust darauf, die in diesem Unterricht erlittenen Qualen ordentlich zu verarbeiten, damit sich keine Traumata als Spätfolgen entwickeln können.
Es hat wirklich geholfen.

Ansonsten hatte ich das Vergnügen der ersten Stunde Informatik meines Lebens. Interessant, wir werden dieses Jahr Java lernen. Aber vorher haben wir ein bisschen über menschliche DNA und den Sinn des Lebens einer mathematischen Funktion gesprochen. [Mathematische Funktionen haben übrigens ein sehr tristes Leben.] Ich hätte nicht gedacht, dass dieses Fach so philosophisch veranlagt ist. Trotzdem nett.

Und eine Sache noch, die ich gestern vergessen habe zu erwähnen: Das Endoplasmatische Retikulum ist zurück! Was hatten wir es alle vermisst!

11.08.08

Bob & Bob

Hier ein Resümee des gestrigen Nachmittags im Familienkreis.

Dinge, die mir angetan wurden und die ich überlebt habe - Teil 2:
● Ich wurde von einer 7- und einer 9-Jährigen gemobbt. Deine Frisur ist hässlich! Dein Hemd ist hässlich! Du bist sooo dumm!
● Mir wurde ein neuer Spitzname verpasst. FRAGT NICHT. Er macht mich aggressiv.
● Ich musste stundenlang N64 spielen, während ein inzwischen recht großes Kind auf meinem Schoß oder auch auf meinen Schultern sitzen wollte. Aber das kannte ich ja schon.
● Irgendwann sind die Kinder auf die Idee gekommen, sich beide zusammen auf meinen Schoß zu setzen.
● Ich habe Bob & Bob kennen gelernt.

Bob & Bob verdienen einen eigenen Absatz.
Wie wir alle wissen, spielen Kinder gerne mit Glibber. Und noch lieber jagen sie ihre schreckhaften großen Cousinen damit um den Esszimmertisch. Dieser Glibber war ganz besonders fies, denn er war rot und klebrig und ein bisschen zu sehr matschig. Und außerdem hatten beide Kinder ihre eigene Glibber-Dose.
Immerhin wurden wir einander vorgestellt.
Kind 1: "Er heißt Bob."
Ich: "Ah. Hallo Bob."
Kind 2: "Mein Glibber heißt auch Bob!"
Ich: "Warum denn das?"
Kind 2: "Weil Bob hat eine Schwester, und die heißt auch Bob!"
Ich: "Das ist ja ... interessant."
Ich hatte eigentlich noch vor zu fragen, wie Bob & Bobs Eltern das so handhabten, mit den Folgen dieser unkreativen Namenswahl,  aber da wurde ich schon wieder von Bob & Bob angegriffen.

Und so schleppt man sich dann tendenziell unerholt in die zweite Schulwoche.
Die brachte bisher vor allem die insgesamte ca. fünfundsiebzigste Collage zum Thema 'Family' im Fach Englisch, die Erkenntnis, dass es für Jahrgangsstufe 11 nicht genug Chemiebücher gibt, und drei einigermaßen amüsante neue Zitate.

10.08.08

Dies ist dein wohlverdientes Heute

Aha, die Straßenlaternen hier im Dorf sind also mindestens bis zwei Uhr morgens an. Nice.
Und trotzdem wieder um halb acht aufgestanden. Wie geht das? Ich bin nicht müde. Oder ich spür das nicht mehr. Ja, so muss es sein. Siehst du, es geht.

Und der bescheidene Rest des heutigen Tages?
Mal wieder ein Familienfest. Hoffentlich sind die Kinder von der ersten Schulwoche so erschöpft, dass sie sich keine neuen kreativen Foltermethoden für mich ausdenken konnten. Ich werde mich dann morgen im Detail beklagen.
Einer Sache sehe ich allerdings zuversichtlich entgegen. Meine Oma möchte endlich lernen, was gute Musik ist. Hihi, meine Oma wird 'Bochum' hören, auf dem Mp3-Player.

08.08.08

Niemand sollte geblümte Hosen tragen.

Eigentlich habe ich gar nichts zu erzählen. Ich wurde freundlich zu diesem Eintrag gedrängt.

Hier ein kurzes Resümee der ersten Schulwoche in Klasse 11.
● Es ist alles irgendwie anders, aber ich weiß nicht, ob das beunruhigend ist oder nicht. oO
● Ich habe jetzt ein Mathe-, ein Englisch- und ein Geschichtsbuch. Interessant, wie es für die meisten Fächer mehrere Bücher gibt, von denen man nicht weiß, welches man nehmen soll, wovon auch sämtliche Lehrer überfordert zu sein scheinen.
● Der typische Geschichtslehrer ist KEIN Klischee. Meiner lispelt noch zusätzlich. Aber ich habe mir geschworen, dass ich Geschichte mag. Bis zum bitteren Ende! GRRRR.
● Es gibt da diese eine ziemlich unscheinbare Lehrerin, die wir alle schon mal irgendwie, irgendwann gesehen hatten, aber bisher nicht so recht einordnen konnten. Heute wurden wir schließlich an ihre Identität erinnert: Es ist die Frau mit den geblümten Hosen! Nnnnnnein!

Ansonsten habe ich gerade das beste Wetterschauspiel meines Lebens gesehen. Folgende Dinge geschahen gleichzeitig: Es hat in Strömen geregnet. Es war strahlender Sonnenschein. Es gab einen Regenbogen. Und es hat einmal geblitzt. Und, ach ja, ich bin glücklich.

05.08.08

Same procedure as every year

Allgemeine Information von großem Informationswert: Ich lebe. Und es geht mir sogar gut. Hätte ich nicht erwartet, aber es geschehen noch Zeichen und Wunder...
Dieser Eintrag sollte eigentlich schon gestern erscheinen, aber ich wurde davon abgehalten, ihn fertig zu schreiben. [Wenn auch auf sehr angenehme Weise, hehe.] Tut mir leid für alle, die Angst haben mussten, ich wäre unter die Schulbus-Räder gekommen oder so... oO
Hier also der erste Bericht über das Phänomen In-Klasse-11-Sein. Der Teil unter dem Strich sind die neuen Erkenntnisse von heute.


Dinge, die man nicht zu lange aufschieben sollte, weil sonst viele Kinder verunsichert werden - Teil 527
So, liebe Kinder, da ist man also schon richtig groß und in der Oberstufe angelangt, und was hat sich geändert? Gar nichts.
Der Tag beginnt wie jeder erste Tag des neuen Schuljahres mit Chaos, Verwirrung, und der ein oder anderen Massenpanik, nur dass es diesmal vielleicht noch ein kleines bisschen unorganisierter war.

Oberstufenleiter: "Also, ich hab am Freitag die Kurse zugeteilt, und ich dachte, ich schaffe es noch, bevor die Datenbank gewartet wird. Aber dann wurde das wohl ziemlich früh gemacht, und ich bin nicht ganz fertig geworden. Dem ein oder anderen werden von daher noch ein paar Kurse fehlen, aber ihr werdet noch alles rechtzeitig erfahren.

100 Schüler sammeln sich vor dem zwei Meter breiten Schaukasten, um ihren in Schriftgröße 7 gedruckten Namen zu finden und die kryptischen Kursbezeichnungen zu entschlüsseln. Die stolzen, informationsgewaltigen Ausdrucke sind zur Hälfte leer.
Am Ende geht jeder Schüler mit dem Wissen um 6 bis 8 seiner 13 Kurse nach Hause.
Hach ja, ganz unverwechselbar meine Schule.
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Zweiter Tag, dritte Stunde.
Ratlosigkeit. Verwirrung. Desorientierung.
Man könnte ja meinen, es sei irgendwie möglich, innerhalb von 24 Stunden die noch fehlenden Kurse einzuteilen. Stattdessen stehen etwa zwei Drittel des Jahrgangs etwas verloren vor dem Schaukasten und wissen nicht, in welchen Chemie-/Bio-/Phsyikkurs sie gehen müssen.
Dann, 15 Minuten nach Beginn der Stunde: Die Rettung! Oberstufenleiter sprintet herbei, kämpft sich den Weg durch die verschreckte Masse und bringt in letzter Sekunde ausgedruckte Listen der Naturwissenschaftskurse an. Fantastisch!

Nun noch ein Ausblick auf morgen.
Mittwoch ist ein schöner Tag. Ich habe nur drei Stunden. Jetzt stellt sich bloß noch die Frage, ob bis morgen, zweite Stunde, die Einteilung der Deutschkurse geschafft sein wird...


Ach ja, es gibt auch ein neues Zitat. Es hat ausnahmsweise nichts mit Schule zu tun und ist außerdem toll.

02.08.08

Panik. Todesangst. Verzweiflung. | Update

Und so geht die jährliche kurze Auszeit vom Untoten-Dasein (auch bekannt unter der Bezeichnung 'Sommerferien') wieder einmal zu Ende. In Hessen hat man das so. Für die bösen Bayern fängt es ja gerade erst an. GRRR. Ach wie praktisch wäre es, diese Woche nach Bayern umzuziehen. Wohingegen die Bayern, die gerade jetzt aus irgendwelchen Gründen nach Hessen übersiedeln müssen... Hehehe. Aber genug gescherzt, dies ist eine ernste Situation. Kann ich bitte einen Trauermarsch haben? ... Ah, danke.
Wir haben uns heute hier versammelt, um frizels Menschenwürde zu Grabe zu tragen. In weniger als 48 Stunden wird diese junge, unschuldige (ähem) Seele wieder hinter tristen, grauen Mauern eingesperrt und zur Aufnahme unnützen Wissens gezwungen sein. Dies geschieht unter Einwirkung unqualifizierter Fachkräfte sowie Dutzender anderer schmerzgekrümmter Gestalten, die sie schon in den Jahren davor nicht leiden konnte. Die Schreie, das unreife Gekicher, die sinnentleerten Konversationen - dies alles folgte frizel bis in ihre Albträume, und nun wird es wieder Realität sein.
Eine Runde Mitleid bitte, während wir Blumen ins Grab der Menschwürde werfen. Das lindert den Schmerz für ein paar Minuten.
Danke.

Ach ja. Es gibt auch wieder was zu lesen. Seite 8. Wenn ihr bitte das Klatschen und Jubeln und Hopsen übernehmen würdet. Mir ist grade nicht danach.

28.07.08

Wieder da.

Habe den Urlaub also überstanden und kann euch ab sofort wieder mit, ähm, intelligenten Texten beglücken.

Berlin war körperlich anstrengend (nicht zuletzt aufgrund der Ferienwohnung im vierten Stock eines Altbaus ohne Aufzug), aber psychisch die reinste Erholung. Keine entsetzliche Einsamkeit abseits der Zivilisation wie in all den Jahren zuvor (ich sag nur Edersee), stattdessen fröhliches U-Bahn-Fahren und richtige, echte Sehenswürdigkeiten.
Den etwas ausführlicheren Bericht konnte ich schon vor ein paar Tagen einem sehr netten Menschen diktieren, der dafür noch etwa 527 Packungen Kekse Obstsalat von mir bekommt. Bitte folgt alle dem Link und würdigt Svens Arbeit, der hat es wirklich nicht leicht mit mir.

Und über diese Zeilen hinaus lasse ich jetzt Bilder sprechen. Anklicken, um sie anzusehen...

Als nichts besser war