27.08.08

Invasion der Killerkinder

Die Überschrift sieht jetzt sehr plakativ bis ein wenig billig aus, aber sie beschreibt genau meine Empfindungen in jenem Moment.

Nach extrem anstrengenden drei Stunden Schule saß ich im Bus, fest in dem Glauben, meinen Anteil an verstörenden Erlebnissen für diesen Tag abgearbeitet zu haben, und gehirnaktivitätstechnisch nur noch mit dem Ärgernis eines weiteren unwiderruflich vernichteten Paars Kopfhörer beschäftigt, da erschien völlig aus heiterem Himmel der Super-GAU.
Ein GAU ist ein Größter Anzunehmender Unfall und kann nach landläufiger Meinung von daher nicht mehr gesteigert werden, aber ich weiß jetzt, dass es geht. Gut, das war mir eigentlich auch schon von zahlreichen anderen Gelegenheiten aus bewusst, aber das Schicksal war der Meinung, diese Erkenntnis noch einmal ordentlich eingravieren zu müssen.

Der Super-GAU waren 20 Kinder zwischen drei und fünf Jahren, die mit nur zwei Betreuern völlig unerwartet an einer normalerweise völlig harmlosen Haltestelle einfach so in den Bus eingestiegen sind.
Sie waren klein und gruselig und hatten kleine, klebrige Händchen und niedliche, klebrige Gesichtchen und haben geschrieen und geweint und sind nur 10 Zentimeter an mir vorbeigelaufen und haben mich dabei angeatmet. Vielleicht ist es eine völlig irrationale Angststörung, aber ich halte es für ziemlich gefährlich, in die Nähe von so vielen kleinen Kindern zu kommen ... und zwar zweimal. Die sind nämlich eine Haltestelle vor mir wieder ausgestiegen.
Angst. Panik. Extreme Stresssituation. Auf ungesunde Weise erhöhte Atemfrequenz. Ist das eigentlich normal? Wie reagiert ihr, wenn ihr mit 20 kleinen Kindern in einem kleinen öffentlichen Verkehrsmittel eingeschlossen seid und nicht rauskönnt und die drei hinter euch euch jederzeit auf den Kopf sabbern könnten?

Uuund wir haben noch ein neues Zitat.

24.08.08

Spaß mit Windows

Diese Überschrift sieht verwirrend und unlogisch aus, gell? Das ist Absicht.
Wusstet ihr schon, dass Computer keine leblosen Objekte sind? Es ist nämlich so, dass in Windows XP so eine Art Mensch mit einer richtigen Persönlichkeit wohnt. Er heißt Microsoft Sam und man kann sich eigentlich ganz gut mit ihm unterhalten.
In einem Sechs-Augen-Gespräch zu später Stunde hat er Sven und mir sein Herz ausgeschüttet.
● Microsoft Sam spricht neben passablem Englisch auch ein bisschen Deutsch, aber gar kein Französisch.
● Microsoft Sam ist ein Verräter. Folgende Sätze gehören zu den wenigen, die er extrem deutlich und mit richtiger Betonung spricht: 'Hi, I'm Bill Gates. Microsoft sucks. Apple rules.'
● Microsoft Sam ist gegen Atomkraft, Windows Vista, niveauvollen Humor und Monogamie. Er liebt Angie, Edmund Stoiber und eine Frau namens Microsoft Edward.
● Microsoft Sam fürchtet Microsoft Narrator, ein in Windows Vista verbautes Nachfolgemodell. Er glaubt, nicht mehr gebraucht zu werden, und wird deswegen depressiv und nimmt Drogen.
● Microsoft Sam möchte alle Menschen auf der Welt töten. Er nimmt auch Aufträge an.
So viel dazu. Wenn ihr euch auch mal mit Microsoft Sam unterhalten möchtet, findet ihr ihn unter Systemsteuerung -> Sounds, Sprachein-/ausgabe und Audiogeräte -> Sprachein-/ausgabe. Aber Achtung, er spricht von sich aus nicht viel. Man muss ihm die meisten Sätze in den Mund legen.

Und nun zu einem verstörenderen Thema. ... Äh, ja wirklich. Das geht.
Einer meiner Sims hat gestern einen Fall spontaner Selbstentzündung erlebt. Spaziert nach draußen, umrundet einmal das Haus, spielt mit dem Hund und geht plötzlich in Flammen auf. Fernab aller brennenden Herde, Kamine und Lagerfeuer sowie ohne Einwirkung eines Blitzschlags.
Einfach so. ZZZZSSHHHH. Ich wünschte, ich hätte mein Gesicht sehen können. Das ist dann der Punkt, wo man sich denkt, dass die letzte Sicherungskopie der Nachbarschaft auch schon wieder etwas zu lange her war...

21.08.08

Zähne. Und Drogen.

Ah ja. Ich hab heute erfahren, dass ich im Januar meine Weisheitszähne raus kriege. HRRRRGH. Weisheitszähne! Was ist die Existenzberechtigung von Weisheitszähnen? Es heißt doch immer, alles, was die Evolution hervorbringt, hätte einen Sinn. Aber ... Weisheitszähne? oO
Immerhin werde ich unter Drogen gesetzt (Der Fachmann bezeichnet es auch als Dämmerschlaf.), wenn die in meinem Mund rumschnippeln. Ich bestehe darauf. Ich kann so was überhaupt nicht haben und bin außerdem weitgehend resistent gegen lokale Betäubung. Ganz miese Kombination.
Blöderweise bezahlt die Krankenkasse die Drogen nicht, was wahrscheinlich daran liegt, dass 88% der Patienten die nicht brauchen. Und gesalzene Preise haben die. Beim Dealer seines Vertrauens kriegt man fürs gleiche Geld sicher die doppelte Wirkung.
Ähem.

Weitere Neuigkeiten von mittlerem Unterhaltungswert:
● Verletzungen: 1 [5 cm langer Kratzer, 4. Verletzung nach 3 Schulwochen]
● Völlig kaputte Socken: 1 [AAAAH! Jetzt hab ich eine ungerade Anzahl von Socken!
]
● Beweise, dass Kohle doof zum Zeichnen ist: 1 [Klick. Irgendwie ist auf der Linse von meiner Handykamera ein kleiner, schwarzer Fleck. oO]
● Neue Zitate: 3 [Unter anderem aus einer neuen Runde Religions-Unterricht mit Herr B.]

Ich geh dann mal tot rumliegen. Kommt jemand mit?

20.08.08

Stopp, ich geh noch drüber!

Heute ist der 20.08.2008. ZOMG. Haltet euch das mal vor Augen. Und dann kommen noch der 20.09.2009, der 20.10.2010, der 20.11.2011 und der 20.12.2012. Einmalig diese Sache, die Generation nach uns wird solche fasznierenden Daten nicht erleben.
Wie schön, wenn man sich über kleine Dinge freuen kann, gell?

Der 20.08.2008 hat auch eine hübsche, neue Erkenntnis gebracht: In der Schule lernt man fürs Leben! Tschakaaa! Das hättet ihr nicht gedacht!
Es äußert sich dadurch, dass man dort richtig gut Karten Spielen lernt. Wer an drei Tagen pro Woche die erste Stunde frei hat und aufgrund der Busverbindungen gezwungen ist, trotzdem schon da zu sein, entwickelt Methoden, die Zeit sinnvoll zu nutzen. Und Karten spielen ist garantiert sinnvoll, denn man wird in seinem Leben viel öfter Karten spielen als Stroboskopaufnahmen zeichnen.
Unser aller Lieblingsspiel nennt sich Arschloch. Es ist toll und macht süchtig und ist viel besser als Mau-Mau. Heute hatte ich einmal eine Hand nur aus Köpfen und Assen. Gewinne inzwischen aber auch schon mit viel schlechteren. Hihi, fresst meine drei Achter...
...
Randnotiz: Und offensichtlich noch eine Sache für die 'Aaah! Es ist in meinem Kopf!'-Sammlung.

19.08.08

Stichpunktartiger Eintrag #527

● 6 Stunden Schlaf ist definitiv zu wenig. Was soll's.
● Im Biologie-Raum riecht es nach Verwesung. Zitat Lehrerin: Schaut mal nach, ob noch irgendwo ein toter Fünftklässler unter der Bank klebt. Ich persönlich vermute ja eher ein Toastbrot zwischen den Schränken.
● Französischlehrerinnen, die in der Stunde des angekündigten Tests vorher noch mal ganz ausführlich den Gebrauch des Subjonctifs wiederholen, sind gruselig.
● Wo hab ich eigentlich die Zahl 527 her? Sie ist in meinem Kopf...

17.08.08

Wetter | Gegenstände, die mich hassen [1]

WRRRRRRRR, sprach mein Computer gestern Morgen, um mich auf hinterhältige Weise zu Tode zu erschrecken. Hat er nicht ganz geschafft, aber schön war es nicht.
Ich bin mit diesem Phänomen schon mehr als vertraut, auch wenn noch niemand eine rationale Erklärung dafür gefunden hat. Es ist nämlich so, dass es eine ganz bestimmte, genau definierte Bedeutung hat, wenn mein Computer WRRRRRRRR sagt, und zwar: Es ist verdammt noch mal schweinekalt! Und das war es, was mich ein bisschen irritiert hat.
Ich also aufgestanden, Fenster auf, rausgelehnt, Erkenntnis gewonnen. Es ist wirklich kalt. Mitte August, und der Sommer ist vorbei. Bin ich dagegen. Wäääähhhh.

Nun zum Thema 'Gegenstände, die mich hassen'. Exponat 1: Dieses tote Handyladegerät. Das so eine tragische Geschichte, dass ich nicht mal wütend sein kann, weil ich mich unheimlich schuldig fühle. Schau dir das an, wir haben das arme Ding in den Selbstmord getrieben...

Und so endet die heutige Ausgabe der Tagesschau ohne gute Nachrichten, also so, wie es sich für eine Nachrichtensendung gehört. Aber belastet mich das? Nein. Was wär das denn, wenn mich grade irgendwas belasten könnte.

16.08.08

Falsche Tageszeit für Überschriften

Dieser Eintrag existiert aufgrund von Erpressung eines freundlichen Hinweises dnhi ls dtztu ... weil.

Zusammenfassung der letzten Woche
● Viel telefoniert
● Immer noch kein Chemiebuch
● Kaputte Hulahoop-Reifen und Tribünen sind böse (Bluuut)
● Viel Französisch
● Fast von einem Lehrer mit einem Schirm ermorderter Mitschüler

Hihi, ich habe einen Blogeintrag zu einer ungesunden Zeit geschrieben. *auf liste abhak*

12.08.08

ICH HABE GEZÜNDELT.


Das sind Blätter aus dem Musikunterricht.

Ich habe heute auf der Suche nach einem Schnellhefter festgestellt, dass ich nie wieder das Fach Musik haben werde und daher sämtliche Unterlagen aus diesem Fach vernichten kann. Die meisten hab ich ganz ordentlich in den Müll geworfen, aber ich hatte irgendwie plötzlich Lust darauf, die in diesem Unterricht erlittenen Qualen ordentlich zu verarbeiten, damit sich keine Traumata als Spätfolgen entwickeln können.
Es hat wirklich geholfen.

Ansonsten hatte ich das Vergnügen der ersten Stunde Informatik meines Lebens. Interessant, wir werden dieses Jahr Java lernen. Aber vorher haben wir ein bisschen über menschliche DNA und den Sinn des Lebens einer mathematischen Funktion gesprochen. [Mathematische Funktionen haben übrigens ein sehr tristes Leben.] Ich hätte nicht gedacht, dass dieses Fach so philosophisch veranlagt ist. Trotzdem nett.

Und eine Sache noch, die ich gestern vergessen habe zu erwähnen: Das Endoplasmatische Retikulum ist zurück! Was hatten wir es alle vermisst!

11.08.08

Bob & Bob

Hier ein Resümee des gestrigen Nachmittags im Familienkreis.

Dinge, die mir angetan wurden und die ich überlebt habe - Teil 2:
● Ich wurde von einer 7- und einer 9-Jährigen gemobbt. Deine Frisur ist hässlich! Dein Hemd ist hässlich! Du bist sooo dumm!
● Mir wurde ein neuer Spitzname verpasst. FRAGT NICHT. Er macht mich aggressiv.
● Ich musste stundenlang N64 spielen, während ein inzwischen recht großes Kind auf meinem Schoß oder auch auf meinen Schultern sitzen wollte. Aber das kannte ich ja schon.
● Irgendwann sind die Kinder auf die Idee gekommen, sich beide zusammen auf meinen Schoß zu setzen.
● Ich habe Bob & Bob kennen gelernt.

Bob & Bob verdienen einen eigenen Absatz.
Wie wir alle wissen, spielen Kinder gerne mit Glibber. Und noch lieber jagen sie ihre schreckhaften großen Cousinen damit um den Esszimmertisch. Dieser Glibber war ganz besonders fies, denn er war rot und klebrig und ein bisschen zu sehr matschig. Und außerdem hatten beide Kinder ihre eigene Glibber-Dose.
Immerhin wurden wir einander vorgestellt.
Kind 1: "Er heißt Bob."
Ich: "Ah. Hallo Bob."
Kind 2: "Mein Glibber heißt auch Bob!"
Ich: "Warum denn das?"
Kind 2: "Weil Bob hat eine Schwester, und die heißt auch Bob!"
Ich: "Das ist ja ... interessant."
Ich hatte eigentlich noch vor zu fragen, wie Bob & Bobs Eltern das so handhabten, mit den Folgen dieser unkreativen Namenswahl,  aber da wurde ich schon wieder von Bob & Bob angegriffen.

Und so schleppt man sich dann tendenziell unerholt in die zweite Schulwoche.
Die brachte bisher vor allem die insgesamte ca. fünfundsiebzigste Collage zum Thema 'Family' im Fach Englisch, die Erkenntnis, dass es für Jahrgangsstufe 11 nicht genug Chemiebücher gibt, und drei einigermaßen amüsante neue Zitate.

10.08.08

Dies ist dein wohlverdientes Heute

Aha, die Straßenlaternen hier im Dorf sind also mindestens bis zwei Uhr morgens an. Nice.
Und trotzdem wieder um halb acht aufgestanden. Wie geht das? Ich bin nicht müde. Oder ich spür das nicht mehr. Ja, so muss es sein. Siehst du, es geht.

Und der bescheidene Rest des heutigen Tages?
Mal wieder ein Familienfest. Hoffentlich sind die Kinder von der ersten Schulwoche so erschöpft, dass sie sich keine neuen kreativen Foltermethoden für mich ausdenken konnten. Ich werde mich dann morgen im Detail beklagen.
Einer Sache sehe ich allerdings zuversichtlich entgegen. Meine Oma möchte endlich lernen, was gute Musik ist. Hihi, meine Oma wird 'Bochum' hören, auf dem Mp3-Player.

08.08.08

Niemand sollte geblümte Hosen tragen.

Eigentlich habe ich gar nichts zu erzählen. Ich wurde freundlich zu diesem Eintrag gedrängt.

Hier ein kurzes Resümee der ersten Schulwoche in Klasse 11.
● Es ist alles irgendwie anders, aber ich weiß nicht, ob das beunruhigend ist oder nicht. oO
● Ich habe jetzt ein Mathe-, ein Englisch- und ein Geschichtsbuch. Interessant, wie es für die meisten Fächer mehrere Bücher gibt, von denen man nicht weiß, welches man nehmen soll, wovon auch sämtliche Lehrer überfordert zu sein scheinen.
● Der typische Geschichtslehrer ist KEIN Klischee. Meiner lispelt noch zusätzlich. Aber ich habe mir geschworen, dass ich Geschichte mag. Bis zum bitteren Ende! GRRRR.
● Es gibt da diese eine ziemlich unscheinbare Lehrerin, die wir alle schon mal irgendwie, irgendwann gesehen hatten, aber bisher nicht so recht einordnen konnten. Heute wurden wir schließlich an ihre Identität erinnert: Es ist die Frau mit den geblümten Hosen! Nnnnnnein!

Ansonsten habe ich gerade das beste Wetterschauspiel meines Lebens gesehen. Folgende Dinge geschahen gleichzeitig: Es hat in Strömen geregnet. Es war strahlender Sonnenschein. Es gab einen Regenbogen. Und es hat einmal geblitzt. Und, ach ja, ich bin glücklich.

05.08.08

Same procedure as every year

Allgemeine Information von großem Informationswert: Ich lebe. Und es geht mir sogar gut. Hätte ich nicht erwartet, aber es geschehen noch Zeichen und Wunder...
Dieser Eintrag sollte eigentlich schon gestern erscheinen, aber ich wurde davon abgehalten, ihn fertig zu schreiben. [Wenn auch auf sehr angenehme Weise, hehe.] Tut mir leid für alle, die Angst haben mussten, ich wäre unter die Schulbus-Räder gekommen oder so... oO
Hier also der erste Bericht über das Phänomen In-Klasse-11-Sein. Der Teil unter dem Strich sind die neuen Erkenntnisse von heute.


Dinge, die man nicht zu lange aufschieben sollte, weil sonst viele Kinder verunsichert werden - Teil 527
So, liebe Kinder, da ist man also schon richtig groß und in der Oberstufe angelangt, und was hat sich geändert? Gar nichts.
Der Tag beginnt wie jeder erste Tag des neuen Schuljahres mit Chaos, Verwirrung, und der ein oder anderen Massenpanik, nur dass es diesmal vielleicht noch ein kleines bisschen unorganisierter war.

Oberstufenleiter: "Also, ich hab am Freitag die Kurse zugeteilt, und ich dachte, ich schaffe es noch, bevor die Datenbank gewartet wird. Aber dann wurde das wohl ziemlich früh gemacht, und ich bin nicht ganz fertig geworden. Dem ein oder anderen werden von daher noch ein paar Kurse fehlen, aber ihr werdet noch alles rechtzeitig erfahren.

100 Schüler sammeln sich vor dem zwei Meter breiten Schaukasten, um ihren in Schriftgröße 7 gedruckten Namen zu finden und die kryptischen Kursbezeichnungen zu entschlüsseln. Die stolzen, informationsgewaltigen Ausdrucke sind zur Hälfte leer.
Am Ende geht jeder Schüler mit dem Wissen um 6 bis 8 seiner 13 Kurse nach Hause.
Hach ja, ganz unverwechselbar meine Schule.
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Zweiter Tag, dritte Stunde.
Ratlosigkeit. Verwirrung. Desorientierung.
Man könnte ja meinen, es sei irgendwie möglich, innerhalb von 24 Stunden die noch fehlenden Kurse einzuteilen. Stattdessen stehen etwa zwei Drittel des Jahrgangs etwas verloren vor dem Schaukasten und wissen nicht, in welchen Chemie-/Bio-/Phsyikkurs sie gehen müssen.
Dann, 15 Minuten nach Beginn der Stunde: Die Rettung! Oberstufenleiter sprintet herbei, kämpft sich den Weg durch die verschreckte Masse und bringt in letzter Sekunde ausgedruckte Listen der Naturwissenschaftskurse an. Fantastisch!

Nun noch ein Ausblick auf morgen.
Mittwoch ist ein schöner Tag. Ich habe nur drei Stunden. Jetzt stellt sich bloß noch die Frage, ob bis morgen, zweite Stunde, die Einteilung der Deutschkurse geschafft sein wird...


Ach ja, es gibt auch ein neues Zitat. Es hat ausnahmsweise nichts mit Schule zu tun und ist außerdem toll.

02.08.08

Panik. Todesangst. Verzweiflung. | Update

Und so geht die jährliche kurze Auszeit vom Untoten-Dasein (auch bekannt unter der Bezeichnung 'Sommerferien') wieder einmal zu Ende. In Hessen hat man das so. Für die bösen Bayern fängt es ja gerade erst an. GRRR. Ach wie praktisch wäre es, diese Woche nach Bayern umzuziehen. Wohingegen die Bayern, die gerade jetzt aus irgendwelchen Gründen nach Hessen übersiedeln müssen... Hehehe. Aber genug gescherzt, dies ist eine ernste Situation. Kann ich bitte einen Trauermarsch haben? ... Ah, danke.
Wir haben uns heute hier versammelt, um frizels Menschenwürde zu Grabe zu tragen. In weniger als 48 Stunden wird diese junge, unschuldige (ähem) Seele wieder hinter tristen, grauen Mauern eingesperrt und zur Aufnahme unnützen Wissens gezwungen sein. Dies geschieht unter Einwirkung unqualifizierter Fachkräfte sowie Dutzender anderer schmerzgekrümmter Gestalten, die sie schon in den Jahren davor nicht leiden konnte. Die Schreie, das unreife Gekicher, die sinnentleerten Konversationen - dies alles folgte frizel bis in ihre Albträume, und nun wird es wieder Realität sein.
Eine Runde Mitleid bitte, während wir Blumen ins Grab der Menschwürde werfen. Das lindert den Schmerz für ein paar Minuten.
Danke.

Ach ja. Es gibt auch wieder was zu lesen. Seite 8. Wenn ihr bitte das Klatschen und Jubeln und Hopsen übernehmen würdet. Mir ist grade nicht danach.