26.12.08

Weihnachten. Eine Rekapitulation.

Es ist schön, wenn man mit seinem völligen Desinteresse an Weihnachten nicht alleine da steht. Wenn einfach die ganze Familie keine Lust auf Kerzenschein, Geschenke-Hysterie, alberne Lieder und Besinnlichkeit hat und sich überhaupt keinen Stress macht.
Dann kommt halt mal nur die halbe Familie zusammen, man isst Nudelsalat und die Hauptaction findet nicht beim Baum sondern vorm PC statt, weil die Kleinsten unbedingt mal wieder Sims2 spielen wollen. Und während der Ladezeiten mit ihren neuen Nintendo DS, die schon ein paar Tage vor Weihnachten in Gebrauch genommen worden sind.

Der Baum ist auch nicht mehr das, was er mal war. Das diesjährige Exemplar wurde Bernd getauft, ist krumm und schief, ungleichmäßig belaubt und wenig majestätisch und versprüht so seinen ganz eigenen Charme. Wird wohl das erste Mal sein, wo ich mich nicht auf den Moment freue, wo er wieder aus dem Wohnzimmer verschwindet.

Wie nun die Ausbeute für mich aussah? Hm, bisher noch gar nichts. Das beste Geschenk überhaupt bekomm ich morgen, und der Rest - mal sehen.

Dieses Jahr ist mir endgültig klar geworden, dass Weihnachten überbewertet ist. Ich brauche weder den Geburtstag von Jesus noch Coca-Cola-Weihnachten. Sowieso überkam mich ein leichter Grusel, als ich letzte Woche zwei religiöse Fanatikerinnen in meinem Alter darüber diskutieren hörte, dass Atheisten, Agnostiker und Angehörige anderer Religionen überhaupt kein Weihnachten feiern dürfen sollten und infolgedessen kein Recht auf Geschenke und schon gar nicht auf Ferien hätten.
Ich nehm dann mal die Wintersonnenwende als Anlass, viele Kekse zu essen.

Nun ja. Ich bin dann auch schon wieder weg. Nächste Woche gibt es wahrscheinlich kein Lebenszeichen, da meine gesamte Aufmerksamkeit auf sehr charmante Weise für andere Dinge beansprucht sein wird. Nicht, dass es in irgendeiner Weise außergewöhnlich wäre, dass ich eine ganze Woche nichts von mir hören lasse. oO
Dass ich ausgerechnet das Lichterkettenlicht mit der kaputten Birne fotografiert habe, soll übrigens Kunst sein, und Fanta entfaltet ihr ganzes Aroma erst, wenn man sie kocht. Vergesst Glühwein, Glühfanta ist das neue It-Getränk!

17.12.08

Ich muss mich mal beschweren.

Diese Woche: Alle Klausuren sind geschrieben (Yay, zum ersten Mal kein Französisch in der Woche der Zeugniskonferenz!), ein gutes Drittel der Stunden fällt aus, es geht mehr oder weniger entspannt auf die Ferien zu. Man denkt nichts Böses mehr und dann ... muss natürlich noch mal draufgehauen werden.

Unser Bus wurde gestrichen.

Stellt euch vor, 6 1/2 Jahre lang fährt man jedes Mal nach der 4. Stunde mit einem Bus um 11:27 zur Stadtmitte, um sich von da aus in alle Richtungen zu verteilen. Der Bus fährt also zu einer sinnvollen Zeit und ist jedes Mal gut voll, also kein sichtbarer Grund, irgendwas daran zu verändern. Und dann, nach 6 1/2 Jahren, eine Woche vor Weihnachten - KLATSCH. Diese Linie fährt nur noch zweimal am Tag.
Steht man da also, etwa zwei Dutzend Schüler, die an so was wie eine sinnvolle Weltordnung glauben, es dauert und dauert, eine guckt auf den neuen Fahrplan, 'Leute, dieser Bus existiert nicht mehr!' Nach 40 Minuten Ausharren bei Minusgraden kommt der nächste Bus angetuckert, wunderbar, der Anschluss ist dann natürlich grade weg. Heißt, noch mal 40 Minuten warten oder vielmehr zurück zur Schule fahren und bei jemandem mitgenommen werden, der um 13:00 abgeholt wird.

Man sagt sich, die Linie 22 sei drastisch reduziert worden, weil niemand nach Maintal beziehungsweise von Maintal zurück möchte. Und mit leeren Bussen rumfahren ist ja sinnlos. Aber vielleicht sollte man dabei auch mal bedenken, dass unsere Schule mit etwa 2000 Schülern so im Abseits liegt, dass da überhaupt nur zwei Linien vorbeikommen. (Nachdem vorletztes Jahr schon mal ein extrem wichtiger Bus gestrichen wurde, wohlgemerkt.) Und wenn eine wegfällt, bleibt nur noch die zweite mit den unmöglichen Abfahrtszeiten übrig. Zwei Busse, die immer voll werden, wurden übrig gelassen. Der dritte und vierte (nach einer anderen häufig vorkommenden Unterrichtsschlusszeit), die auch immer voll werden, nicht. Ich versteh's nicht.
Was bleibt uns jetzt? Wir können immer auf den nächsten Bus warten und beten, dass er höchstens utopische 6 Minuten Verspätung hat. Oder wir können in 10 Minuten zu einer der nächsten beiden Haltestellen laufen, wo andere Linien vorbeikommen. Ich will nicht sagen, das sei eine unzumutbare Belastung. Wir sind ja jung und nicht aus Zuckerwatte.
ABER. Wo bitte bleibt die Kundenfreundlichkeit? WER ist es denn, der die ganzen Jahreskarten kaufen MUSS? WER ist jeden Tag auf Busse angewiesen, ohne jede Alternative? WER ist eine der Hauptverdienstquellen?
Und WER muss trotzdem alle paar Monate wieder und wieder auf die Barrikaden gehen um noch vernünftig nach Hause oder überhaupt erst mal in die Schule zu kommen?

Vielen Dank, Rhein-Main-Verkehrsverbund!
Ich wünsche euch ein frohes Weihnachtsfest mit den 'rd. 290.000 €', die ihr jetzt Jahr für Jahr an uns spart!

07.12.08

Die Chronik des Wahnsinns geht weiter

Heute ist der 7. Dezember. Ich habe heute Eis gegessen. Das war nicht meine Idee, ich hätte auch Nein sagen und die verantwortliche Person besorgt anblicken können, aber dann hab ich halt doch im Dezember Eis gegessen. Immerhin nicht das Karamelleis mit Sesamkörnern.

Das war jetzt wohl ein eher wenig gelungener Aufhänger, aber das Eis musste als Anfang herhalten, weil ich beschlossen habe, dass dieser Blogeintrag die Ereignisse umgekehrt chronologisch abhandelt.
Gehen wir ein paar Stunden zurück.
Heute Morgen habe ich mich ein bisschen mit dem Do-it-yourself-Java-Lehrgang beschäftigt, auch bekannt als 'Informatik-Hausaufgaben'. Unser Lehrer findet, er tut seiner Pflicht genüge, indem er eine Aufgabe stellt, den Rest der Stunde bewegungslos vor seinem Bildschirm verharrt und alle verzweifelten Fragen mit "Überleg doch mal selbst!" beantwortet. Also suchen wir uns alle Code-Schnipsel aus dem Internet zusammen.
Jedenfalls habe ich heute Morgen ein Programm geschrieben, das auf einer schwarzen Fläche eine bestimmte Anzahl zufälliger Punkte erscheinen und wieder verschwinden lässt. GANZ ALLEINE. Tschakka! Wäre ich ein Mann, würde ich mir nun vermutlich genüsslich zwischen die Beine greifen.
Ich meine ... das Programm ist in diesem Zustand noch völlig nutzlos, aber da sind viele hübsche aufblinkende PUNKTE!

So.
Nun sind wir auf unserer Zeitreise durch die letzten Wochen am Freitag, den 5.12. angekommen.
Da war an meiner Schule das jährliche Ehemaligentreffen in Verbindung mit einem Volleyballturnier. Natürlich habe ich nicht mitgespielt. Wenn ich mitgespielt hätte, hätten wir von 4 Spielen 5 verloren und nicht bloß 4. Außerdem hasse ich Volleyball. Volleyball besteht aus nichts als unnatürlichen Bewegungen.
Wer nicht Volleyball gespielt hat, musste sich am Aufbau für das Ehemaligentreffen beteiligen. Tische schmücken und so. Ich saß also 3 1/2 Stunden (nach der Schulzeit wohlgemerkt) auf einer hölzernen Tribüne, habe Leuten beim Volleyballspielen zugeguckt, zwischendurch meine Schuhe verliehen und danach Tische dekoriert. 12 Minuten lang. Irgendwie sinnlos. Und letztendlich auch trostlos.


 
Uns wurde gesagt, wir wären toll und der Aufbau wäre noch niiiieeee zuvor so schnell fertig gewesen.
Es bleibt noch hinzuzufügen, dass der 5.12. auch seine guten Seiten hatte. Die eine hat mit Nudelsalat zu tun, und zum anderen habe ich seitdem auch einen ~besonderen Adventskalender~. <3

Und noch ein letztes weltbewegendes Ereignis.
Ich habe jetzt mit dem Führerschein angefangen und das ist toll.
Bisher hatte ich 4 Theoriestunden. Es gibt zwei verschiedene Lehrer. Der eine ist jung und dynamisch und ein bisschen überfordernd und immer montags da. Der, der dienstags da ist, sagt immer: "Ich bin müde, ich hab Hunger, ich hab keine Lust, wir machen heute früher Schluss." Beide sind sehr sympathisch, nur kriegt keiner von ihnen jemals den für die Stunde vorhergesehenen Stoff durch.
Und damit kommen wir zum Punkt. Es gibt da so ein Online-Lern-Angebot, wo man aaaalles wunderbar nachlesen kann. Und da gibt es Themenbögen und Prüfungsbögen, quasi das Schlaraffenland der Ankreuzaufgaben. Ich hab dabei eine tendenziell beunruhigende Entwicklung festgestellt. Das Zeug macht mir Spaß. Mir wurde aus verschiedenen Quellen gesagt, nach spätestens 300 Prüfungsbögen kotzt man, aber ich empfinde richtige FREUDE dabei. Ankreuzaufgaben rocken~!
Ähm. Nun ja. Ansonsten ist darüber noch zu sagen, dass die Leute, die die Lektionen gebastelt haben, manchmal ein bisschen Humor haben.
Exponat 1
Exponat 2
Exponat 3
Exponat 4

Das war es nun mit dem Update aus meinem Leben. Ich lasse euch verstört mit noch 3 neuen Zitaten zurück, sowie mit der mit Abstand intelligentesten Sache, die ich heute gesehen habe.

fail owned pwned pictures