29.08.09

Üblicher alljährlicher Wutausbruch

Hallo ihr.
Ich bin müde.
'Schule? Studium? Is doch nich so schwer wie Arbeit. Ich schufte jeden Tag 8 Stunden!'
Schweige, o einfältiger Erwachsener, der du dein Abitur mit Sport und Kunst als Leistungskurse gemacht hast! Und sei gefälligst froh, dass deine Arbeit um 17 Uhr definitiv zu Ende ist.

Meine Woche der 12. Klasse sieht folgendermaßen aus: 10 - 10 - 8 - 8 - 9
Darunter insgesamt 8 Freistunden, die, wie in empirischen Studien bewiesen wurde, keinesfalls für die Hausaufgaben reichen und daher als völlig nutzlos betrachtet werden können. Das überrascht wenig, wenn man bedenkt, dass die Stundenpläne bis zur 10. Klasse schon in der Mitte der Ferien online waren. Die der Oberstufe enthalten auch nach der ersten Schulwoche noch Unstimmigkeiten.
Ich mag nicht gerne als Elite bezeichnet werden und gleichzeitig die letzten Reste vor die Füße geworfen bekommen.

Nun denn, auf ins Gefecht. Nach diesem Jahr kann ich noch 3 weitere Fächer abwählen. Vielleicht liegen die dann mal in den Randstunden.
Bis dahin seh ich ständig ein Hamsterrad vor meinem inneren Auge. Mit einem niedlichen, kleinen, dicken, plüschigen Hamster mit großen Knopfaugen drin. Oh, jetzt bekommt er grade einen Herzinfarkt und stirbt. Nnnnnnicht der Hamster!


Es gibt zwei neue Zitate.

23.08.09

Bonjour Tristesse



Dann bin ich also wieder hier. Mit
1442 Fotos
einem hübschen Glas mit Steinen und Muscheln und
einem Umschlag voller anderer kleiner Erinnerungen
schön verziert und
wissend, dass Glück mehr als nur die Abwesenheit von Unglück ist.

So war das nicht gedacht.
Dieser Sommer war nicht dazu gedacht, jemals vorbeizugehen. So wie ein Sommer ohne dich nicht vorbeigegangen wäre. Ich wollte dich doch nicht mehr loslassen. Und dann steht man am Bahnsteig und schaut auf die Uhr, auf der die letzten 10 Minuten verrinnen.
Und dann weiter wie bisher.

Und für alle, die sich Hoffnungen gemacht haben: Es tut mir leid, ich hab keine einzige Zeile geschrieben. Um auch nur ein paar Stunden im Fantasieland zu verbringen, dafür war die Zeit im echten Leben dann doch zu wertvoll.

16.08.09

Brötchenchen ):

Wisst ihr... Dass es in fast jedem Blogeintrag von mir um Essen geht, das heißt nicht, dass wir verfressen sind. Echt nicht. Aber zu Essen fällt einem halt immer was ein und es ist nicht so privat.
Gestern hatten wir dieses traurige Mittagessen: 


Das ist eine Bratwurst im Brötchenchen. Man könnte sich jetzt darüber aufregen, dass diese Imbissbude extra kleine Brötchen verwendet, damit sie mehr verdient. Aber da ich grade durchgehend kitschig bin, tut mir das Brötchenchen, das geschlachtet wurde, lange bevor es ausgewachsen war, total leid.

Und abends haben wir Pizza gegessen. Die war nicht unbedingt spektakulär, aber gut. An einem anderen Tisch war eine Familie mit zwei quängeligen Kindern. Das Mädchen wollte die Soße zu den Spaghetti in einem separaten Schüsselchen. Darum mag ich Kinder nicht. Als ich klein war, war ich immer überglücklich, wenn wir Essen gegangen sind, und habe einfach das genommen, was es gab.
Das richtig Schlimme an der Familie ist aber, dass sie uns verfolgt. Als wir heute Morgen im Schwimmbad waren, waren sie auch da. Eeeek.
Aber ich mochte das Wellenbecken.

11.08.09

Biiiielefeld!

Je öfter und je länger ich hier bin, desto mehr unglaubliche, unvorstellbare Dinge erlebe ich.

Gestern waren wir in Holland, in einem holländischen Supermarkt mit Tankstelle. Er hatte eine Lagerhalle mit verschiedenen Kaffeesorten und Getränken in 3 Meter hohen Regalen. Und es gab 1-Kilo-Pötte mit Haargel, wegen denen allein manche Leute nach Holland fahren.
Die Süßwarenabteilung war besonders beeindruckend. Offenbar vertreibt Haribo zwei Drittel seines Sortiments in Deutschland gar nicht. Sie glauben offensichtlich, das wäre zu süß für grummelige, humorlose Deutsche. In Holland wird auch Toblerone in haushaltsunüblichen Packungsgrößen angeboten. Abgebildet auf einem haushaltsüblichen Notebook mit zwei haushaltsüblichen Händen.
Zu dem Supermarkt und der Tankstelle gehörte auch noch ein kleiner Freizeitpark. Bei der Fischtheke war ein Aquarium mit kleinen Haien. Das hat mich fasziniert.

Und heute waren wir in Bielefeld. Nein, waren wir natürlich nicht, aber man muss zugeben, es ist verdammt gut gemacht. Und SIE gehen sehr gewissenhaft und ordentlich vor. Wenn man aus Bielefeld zurückkommt, schreit man nicht mit verdrehten Augen und wedelnden Armen: 'Ihr seid alle bekloppt, Bielefeld gibt es ja wohl!', sondern man wird in dem Glauben gelassen, möglicherweise eine riesige, ausgeklügelte Projektion gesehen zu haben. Das verhindert, dass der Bekanntenkreis sich wundert.
Es ist übrigens ein Gerücht, dass sich alle Fotos, die in Bielefeld gemacht werden, selbstständig von Speicherkarten löschen. Und sie werden auch nicht mühsam von IHREN Angestellten gefälscht und, während der Besitzer betäubt in einem wissenschaftlichen Labor liegt, aufgespielt. Wenn eine Projektion so gut ist, dass man darin ein holografisches Brötchen essen (welches natürlicherweise nicht besonders satt macht) und holografisches Brausepulver mit nach Hause nehmen kann, kann man sie auch fotografieren: dortige Supermarktkette - ein paar Häuser - der Hauptbahnhof. 


-- Noch was anderes. Seit ein paar Tagen werde ich die Vorstellung nicht los, dass Füße kleine Raubtiere sind, mit großen, schnuppernden Nüstern und einem Maul voller Reißzähne auf der Unterseite. Aber wenn sie zufrieden schnurren, sind sie wahnsinnig niedlich.
Ich glaube, das macht der viele Zucker.
 
[Liebe Bielefelder, der Teil über Bielefeld ist reine Satire und weder böse noch ernst gemeint. Die Leute, die tatsächlich 'Euch-gibt's-doch-gar-nicht!'-Mails an die Stadtverwaltung schreiben, find ich auch doof.]

07.08.09

Sie sind alle so plüschig! *quietsch*

Wir waren heute im Zoo, in Gelsenkirchen. Man ist nie zu alt, um in den Zoo zu gehen! Sogar im Streichelzoo waren vor allem große Kinder!
Dazu haben wir uns natürlich einen doofen Tag ausgesucht, nämlich einen mit 30°C. Das hat auch die Aktivität der Tiere etwas gemindert. Viele niedliche schlafende Katzen und Affen und Waschbären. :D
Die Seelöwen und die kleinwüchsige Eisbärin Antonia demonstrieren die geeignetsten Tätigkeiten für dieses Wetter. Und es gibt noch ein Bild von einem Rentier mit einem wirklich unnötig großen Geweih.


Ich bin jetzt in einem Alter, in dem ich nahezu jedes Tier niedlich oder zumindest interessant finde. Wer hat sich als kleines Kind schon die Vögel angeguckt?
Da waren dicke, schlafende Biber. Und Wölfe. Und Schimpansen.
Und da waren sehr engagierte Fotografen, die von jeder niedlichen Familie und jedem niedlichen Pärchen ein Foto gemacht haben. Tolle Sonderaktion, heute gibt es Schlüsselanhänger mit Foto gratis. Die Schlüsselanhänger sind die Strafe dafür, dass man nicht die ganze Foto-Mappe für 10€ nimmt. Wir konnten den Schlüsselanhänger erst zu Hause mit einem Schraubenzieher öffnen. xD

Übrigens bleibe ich noch eine Woche länger hier, also bis zum Ende meiner Ferien, und das ist schön. Hätte man natürlich auch früher drauf kommen können. Aber den Preis fürs neue Bahnticket ist es mehr als wert... <3

03.08.09

Subway

Wir waren heute bei Subway. (Und bei McDonalds. Wir sind nicht verfressen. )
Das Unschöne bei Subway ist ja, dass ein absolutes Überangebot an Zutaten herrscht. Und man kann die Namen der Brotsorten so schlecht aussprechen. Das verunsichert. Außerdem wurde ich bisher immer mehrmals gefragt, ob ich denn WIRKLICH Oliven will. Subway-Angestellte werden darauf trainiert, dass Leute, die Oliven mögen, geisteskrank sind.
Diese ganzen Umstände haben dazu geführt, dass wir heute gemein zu den Subway-Leuten waren. Ich schäme mich ein bisschen. Aber ich hatte einfach zu viel Angst vor der Oliven-Frage. Wir haben uns Sandwiches im Internet zusammengestellt und den Zettel über die Theke gereicht. Das sind die nicht gewohnt. Das hat sie verstört.
Und dann sind wir nicht mal auf die verschiedenen Getränke-Größen hereingefallen. Egal, ob man eine großen oder einen kleinen Softdrink nimmt, man darf so oft nachfüllen wie man will, aber ein großer ist trotzdem teurer.


Die schmecken übrigens besser als sie aussehen.

02.08.09

Der kleinste Freizeitpark der Welt. Mit Streichelzoo.

Gestern waren wir bei Tobit Elements.
Das ist eine clevere neue Geschäftsidee, die Restaurant und Flugsimulator vereint. Die Wartezeiten werden extra so geplant, dass man den Laden nicht wieder lebendig verlassen kann, ohne zumindest etwas getrunken zu haben. Da wir immerhin nicht hungrig waren, verzichteten wir auf den Genuss der Spezialitäten des Hauses. (Ehrlich gesagt steht mir auch nicht mehr so der Sinn nach Sachen, die 'Challenge-Schnitzel' heißen. Es ist zwar cool, auf einen leeren Restaurant-Teller zu schauen und zu sagen: 'Schnitzel, ich habe dich besiegt!', aber der Weg dorthin ist langwierig und gepflastert mit kaltem Fleisch.)
Ich mochte den Flugsimulator und das U-Boot-Fahren und das Rallye-Auto. Und mit der Atmosphäre hat man sich richtig Mühe gegeben. Sie ist durch und durch dschungelig und besteht aus geschätzten über 11.000 einzelnen Deko-Artikeln. Sie machen die Wege etwas schmal, sodass das übermäßig komplizierte Bezahlsystem noch mehr behindert wird, aber wir waren ja glücklicherweise an keinem Tag da, wo das Lokal voll war.
Ansonsten ist es dort sehr alternativ. Anstatt Coca Cola und Fanta gibt es Afri-Cola und Bluna. Das hat mich ein bisschen sentimental gemacht. Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, als Bluna noch TV-Werbespots hatte. Jetzt ist es ein Alternativ-Produkt. D:


Dann haben wir Ponys gesehen. Sie waren klein und dick und hatten kurze Beine und eine lange Mähne. Ich glaube, das eine hat mich gebissen. Aber es hatte sooooo eine weiche Nase...

Und zum Abschluss des Tages haben wir den kitschigsten, klischeehaftesten Eisbecher gegessen, den die Karte hergab. 'Romeo e Giulietta' mit der Nummer 69. oO Aus dieser Speisekarte stammt übrigens auch der Obstsalat des Teufels. Aber den Becher fand ich originell.

Und noch was.
Wald. Großer, majestätischer Vogel fliegt vorbei.
Sven: 'Oha, da ist ein ... ein...'
frizel: 'Ein... Ein... Eine Taube. Du musst jetzt wohl eingestehen, dass die Tauben hier so groß sind, dass sie Kaninchen reißen können.'