17.02.10

Es wird warm und hell sein.

Wenn ich morgens aus dem Haus gehe, ist es fast schon hell. Und wenn ich wiederkomme, immer noch. Ich fühle mich lebendig.
In diesem Winter habe ich erst realisiert, dass ich mit dem Winter einfach nicht klarkomme. Ende November hab ich echt manchmal gedacht, ich kann nicht mehr, ich überstehe den nächsten Tag nicht. Trotz allem. Das kann ich mir gar nicht mehr vorstellen.
Nicht dass ein Ende dieses Winters schon absehbar wäre. Aber - Licht.

Und so senkte sich auch gerade erst die Dämmerung herab, als ich mich gestern wieder auf den Weg machte. Sonnenstrahlen, vom Schnee glitzernd reflektiert, der intensivste blaue Himmel, den man sich in diesem Teil der Welt vorstellen kann - und traurig sein. Weil das nicht zusammenpasst, ist es ein ganz komisches Gefühl. So ein Stechen innen drin, das man nicht fassen kann, wie Lachen und Weinen gleichzeitig.


Ich hab mal nachgezählt.
20x.
163 Tage.
8,15 Tage durchschnittlich.
Woran man sieht, dass Durchschnitte blöd sind. Aber das ist auch alles, was blöd ist.

08.02.10

Notizen an mich selbst

● Wenn dein wahnsinniger Englischlehrer dir beim nächsten Ringelpiez mit Anfassen wieder die Hand zerquetscht, weise ihn darauf hin. Er wird dich nicht für unhöflich halten.
● Wenn er aus seinem Privatleben erzählt, höre ihm nicht zu. Diese Bilder kriegt man nie mehr aus dem Kopf.
● Schreib an BMW oder so, dass die ein Auto erfinden sollen, wo der Beifahrer (Mutter) nicht die Handbremse erreichen kann.
● Gehe bei Sachen, die niemand zu 100% versteht, keine Risiken ein. Sonst verlierst du in ein paar Wochen zum 6. Mal alle deine Sims.

Das ist übrigens mein neuer Sim Anna.


Es gibt dann noch 2 neue Zitate.

01.02.10

Wundersame Ereignisse

In Sport ereignete sich heute eine sehr positive Wendung. Die übliche Klage darüber, dass wir seit 3 Jahren nichts anderes machen als Volleyball spielen, hat bei unserer Lehrerin Gehör gefunden. Sofort trat eine konstruktive Form von Anarchie in Kraft. Alle durften machen, was sie wollten, wobei niemand ernsthaft verletzt wurde.
Und dann jemand so: 'Können wir nicht mal an den Seilen klettern? Das haben wir seit der Grundschule nie mehr gemacht.'
Und in einem jähen Akt größter Gnade löste die Lehrerin die Seile von der Wand und wir kletterten.

Wenn Zwölftklässler an kleinen, zierlichen Seilen hochklettern, machen sie die frustrierende Erfahrung, dass im Laufe des Lebens die Muskelkraft nicht proportional zum Gewicht steigt. Nur die Stärksten kommen einen Meter nach oben, auch wenn es im Alter von 9 Jahren fast alle bis an die Decke geschafft haben. Diese Erfahrung ist allerdings auch sehr wertvoll.
Da wir an diesem Gerät nicht weiterkamen, haben wir noch die Ringe heruntergelassen. Schaukeln mit Anschubsen. Wheeeeeee!


Lehrerin: 'Nein, beim Schwingen nicht von der Wand abstoßen!'
2 Meter großer Schüler: 'Warum ist die Wand dann so nah?'
Lehrerin: 'Weil die Ringe normalerweise nur von den Fünftklässlern benutzt werden!'
Das illustriert die Tragik aller Sportgeräte an weiterführenden Schulen. Wir werden die heutige Stunde nie vergessen.