22.03.10

2 Jahre Blog.

Heute wird mein Blog 2 Jahre alt. Es gibt aber keine Feier, er hätte nämlich nichts davon. Keine Sinnesorgane und kein zentrales Nervensystem und so. Aber nichtsdestotrotz wollte ich es mal erwähnt haben.
Und sonst...
Sven ist diese Woche in London. In Diesem Hotel. Die Zusammenfassung für alle, die nur auf der Durchreise sind oder sich schnell ekeln: Das Hotel könnte die Preise wesentlich höher ansetzen, wenn es sein Angebot als Abenteuerurlaub deklarieren würde.
Er hat eine Überlebensausrüstung mit Wasserkocher und Badelatschen dabei. Hoffentlich schützt die ihn auch davor, vom Ungeziefer angeknabbert zu werden. Das darf nur ich! (Was ich aber nicht mache!)
Dann wäre da noch die absurde Begebenheit, dass ich bei meiner Abschlussfahrt nach London im gleichen Hotel sein werde. (Lacht ruhig. Solche Sachen passieren uns oft.) Mit jeder neuen Nachricht heute hatte ich weniger Lust dazu. Ich will jetzt aber noch nichts verraten, um nicht die Spannung auf Svens vollständigen Bericht wegzunehmen.

Ich persönlich befinde mich im Moment übrigens nicht in Gefahr. Ich hab mein verstörendes Kresse-Experiment aufgegessen. Alles ist friedlich.

Hmm... Ich glaube, das klang jetzt alles ganz leicht und schwungvoll. In Wirklichkeit sieht es in mir drin so aus, dass mir ein bisschen kalt wird, wenn ich auf die Europakarte gucke. Das macht eigentlich keinen Sinn. Weit ist weit. Aber irgendwie... Hach...

15.03.10

Herz

12.03.10

Das mit der selbstgezüchteten Zombie-Armee kann ich dann wohl vergessen.

Ich bin eine schlechte Mutter. Also was meine kleinen Kresse-Geschöpfe angeht.
Von der Kultur, die in ewiger Dunkelheit lebt, sind fast alle Samen gekeimt. Von der anderen nicht mal die Hälfte. Weil die schneller austrocknet, als ich sie gießen kann, so ohne Deckel.
Will unsere Lehrerin uns etwa zeigen, dass Kresse kein Licht zum Leben braucht und dass Experimente für zu Hause doof sind? Das widerspräche allen Erkenntnissen, die wir bisher über den abiotischen Faktor Licht hatten! Und es wäre fies!
Ich habe wohl einfach keine Begabung für das Gärtnern. Immerhin kann ich mich daran erfreuen, dass nicht alle gestorben sind. Andererseits. Die, die ich durch den Lichtenzug umbringen wollte, werden bestimmt verdammt groß und mutieren zu Kampfkresse und rächen sich an mir...

09.03.10

Freiheit!!

Na ja. Meine Finger fühlen sich immer noch ein bisschen merkwürdig und gebrochen an. Aber das wird vorbeigehen. FÜR IMMER vorbeigehen. Denn ich muss in meinem Leben wohl nie wieder Volleyball spielen.
Und das kommt daher: In meinem Sportkurs sind die mehr als 5 Leute, die sich im Abitur in Sport prüfen lassen wollen. Jeder in einer anderen Sportart. Und diese Sportarten müssen wir bis dahin alle intensiv behandeln. Das heißt, obwohl Volleyball das Lieblingsthema aller Sportlehrer ist, bleibt es uns jetzt erspart, weil nicht noch einmal Zeit dafür sein wird. Tschakka!


Mein Problem mit Volleyball ist die Unnatürlichkeit der Bewegungen. Und ihre Nutzlosigkeit.
1. Stell dir vor, du wirst im Dschungel ausgesetzt, und ein wildes Tier greift dich an. Wer wird dir eine Kokosnuss zupritschen, die du ihm auf den Kopf schmettern kannst? Aber wenn du Sprinten oder Fußball gelernt hast, kannst du weglaufen oder ihm einen ordentlichen Tritt verpassen.
2. Oder stell dir vor, du musst eine zerbrechliche, wertvolle Vase vor einer Verbrecherbande retten. Während du dich mit deinem Partner zum Ausgang vorarbeitest, müsst ihr euch die Vase gegenseitig zuwerfen, damit sie den angreifenden Verbrechern nicht in die Hände fällt. So ein Ding kann man nicht baggern oder pritschen. Du solltest besser beim Handball ordentlich Werfen und Fangen gelernt haben.

Okay, das war absurd. Aber es zeigt, dass Volleyball nicht einmal in absurden Situationen nützlich ist! So!


Nun zu den wichtigen Dingen des Lebens. Ich habe heute über Leben und Tod von Dutzenden unschuldigen, kleinen Pflanzen entscheiden müssen. Es handelt sich dabei um ein Experiment mit Kressesamen. Die eine Hälfte bekommt Licht und die andere nicht.
Vielleicht sollte ich einfach alle leben lassen und die Ergebnisse fälschen. Die Wissenschaft ist so kalt und herzlos.

03.03.10

Sturm

Verwüstung. Zerbrochene Scheiben. Alles in Bewegung. Die Zivilisation unterliegt.
Ich halte noch ein bisschen länger deine wunderbar warmen Hände. Will sie immer halten, wenn ich darf. Weil es sich so, so gut anfühlt, während um uns die Zweige und der Kies und alles durch die Luft wirbeln. Sprache reicht nicht aus, das zu beschreiben.
Flirren und Rauschen hinter Glas.