27.07.11

Vom Leben und Sterben einer Pizza

Hey. Das Leben nach dem Abitur ist schön. Allerdings entwickelt man in diesen vielen Wochen ohne Aufgabe eine ganz neue Sicht auf seine eigenen Leistungen. Gestern haben wir zum Beispiel eingekauft und Pizza gemacht. Dann hatten wir für den ganzen Tag genug erreicht.
Ich werde unglaublich stolz auf mich sein, wenn ich einen ganzen Blogeintrag geschrieben habe.

Hier ist eine Fotostrecke über unsere Pizza in all ihren Lebensstadien. So sieht es aus, wenn man auf eine Pizza Chips tut.




Sie hatte ein gutes Leben. Eine Pizza sollte einfach so viel Belag wie möglich haben. Deswegen hatte ich auch mal eine Pizza mit Spiegelei drauf, die war auch gut.

Heute haben wir auch etwas Besonderes gemacht, und zwar eine rituelle Verbrennung. Es hat sich irgendwie immer verschoben, aber jetzt sind endlich die letzten Dämonen unseres Schullebens vertrieben. Es war wunderschön. Nur Hefte brennen nicht gut und qualmen zu stark. Deswegen haben wir das Deutsch-Klausurheft ziemlich bald im Gartenteich gelöscht. Auch ein wunderschöner Anblick.

Und dann haben wir in den letzten Tagen ein Dimensionsloch entdeckt. In der Abstellkammer. Allein die Sachen, die wir weggeworfen haben, hatten ein größeres Volumen als der Raum. Fürs Leben gelernt: Nicht so viel nutzloses Zeug ansammeln. ... Bei McDonalds gibt es wieder Colagläser zum Sammeln! ... Aber die benutzten wir in Zukunft, dafür sorge ich.

Übrigens ist das Problem mit dem Bettdeckenbezug immer noch nicht gelöst. Wir waren schon länger nicht mehr bei mir zu Hause. Hoffentlich fasst es niemand an, bis wir eine glaubwürdige Erklärung gefunden haben.

01.07.11

Killerkarpfen sind super.

Wir machen momentan viele kultivierte Dinge. Letzte Woche waren wir im Technikmuseum, und heute waren wir in der Klassikstadt und im Palmengarten.
Ich wurde genötigt gebeten, etwas über die Lindenstraßen-Ausstellung im Technikmuseum zu schreiben. Sagen wir mal so, sie ist unkonventionell... Sie besteht nur aus Stühlen. Alle diese Stühle kamen ganz original in der Serie vor. Aber es gibt nichts anderes als Stühle. Klickt auf das Bild, um die Ausstellung in ihrer fast vollständigen Gesamtheit zu betrachten. 


Genau. Das habe ich beim Betrachten auch empfunden.

Heute gab es keine Enttäuschungen für mich. Nur für Sven, weil er Pflanzen langweilig findet. Ich hatte gehofft, die riesigen fleischfressenden Pflanzen könnten ihn überzeugen, aber er hatte auch für diese Spezies Beleidigungen übrig. Was soll's. Das Beste im Palmengarten sind eh die riesigen mutierten Killerkarpfen, vor denen die Enten großen Respekt haben. Wir sind mit einem niedlichen Ruderboot auf dem See herumgepaddelt. Vermutlich ist bei zwei kleinen Mädchen ein Killerkarpfen ins Boot gesprungen, da sie sich kreischend an Land gerettet haben.
Übrigens: Ente Ente Ente Ente Ente Ente. 


Ich gehe jetzt schlafen. Aber mit einem unguten Gefühl. Letzte Nacht hat Sven im Halbschlaf einen Bettdeckenbezug zerfetzt, weil er geträumt hat, er müsste das tun. Übrigens von der Ecke her, die nicht schon kaputt war. Er hat das geträumt, weil ich am vorigen Tag angemerkt hatte, dass er Süßigkeitentüten immer an der falschen Seite aufreißt.
Wer weiß, was ich heute wieder gesagt habe... Smiley pixeled by Smileydesign